Schnecken bekämpfen: So werden Sie die Vielfraße los

Die spanische Wegschnecke
Die spanische Wegschnecke ist derzeit am weitesten verbreitet. Bei der Bekämpfung von Schnecken gibt es einiges zu beachten. © dpa, Patrick Pleul

Nicht die Schnecken des Nachbarn anlocken!

Besonders wenn es draußen nass ist, kommen sie - die kleinen schleimigen Weichtiere, um alles, was einem lieb und teuer ist, in kurzer Zeit aufzufressen. Je weicher die Blätter, desto lieber sind sie den Kriechtieren.

Schneckenkorn - geht schnell, ist aber Chemie

Rotbraune Nacktschnecken sitzen am 8.8.2002 in einem Garten in Leipzig auf einen von ihnen fast abgefressenen Kopfsalat. Die schleimigen Allesfresser sind in den letzten drei Jahren, auch auf Grund von feuchter und warmer Witterung, zu einer großen P
Wer einen Gemüsegarten besitzt, ist oft unfreiwilliger Gastgeber eines Festessens. © picture-alliance / dpa/dpaweb, Waltraud Grubitzsch

Die meisten Gartenbesitzer bekämpfen den Schädling mit Schneckenkorn.

Generell gilt: Vorsicht beim Ausstreuen. Denn Schneckenkorn lockt die Tiere an - auch aus großer Distanz, zum Beispiel dem Nachbargarten. Daher macht es Sinn, an den Rändern des Gartens zu streuen, damit die Tiere aus Nachbars Garten es gar nicht erst bis zu Ihrem Salat schaffen. 40 bis 50 Körner sollten auf einen Quadratmeter gleichmäßig verteilt werden.

Es gibt zwei Arten von Schneckenkorn. Eines, das an Ort und Stelle wirkt und eines, bei dem der Tod der Schnecke später eintritt. Das sofort wirkende Mittel hat den Vorteil, dass Sie die Schnecken aufsammeln können. Bei der zweiten Variante ziehen sich die Tiere in ihren Unterschlupf zurück und sterben da. Egal, welches Schneckenkorn Sie anwenden, sofort nach Kontaktaufnahme hören die Weichtiere auf zu fressen. Ihr Salat ist also sicher.

Natürliche Feinde ansiedeln - ohne Chemie und wirksam

Igel
Dieser stachelige Geselle hat Schnecken zum Fressen gern. © Teil 2, Geo Television / Roland Go

Wer seinen Garten oft und rechtzeitig bearbeitet, zerstört Hohlräume, in denen die Tiere heranwachsen. Natürlich kann man auch die Tiere einsammeln, doch besonders im Frühjahr sind die teilweise doch sehr kleinen Jungtiere kaum auffindbar.

Ein Schneckenzaun hilft ebenfalls. Die Schnecken klettern zwar auf den etwa zehn Zentimeter hohe Metall- oder Kunststoffzaun, doch sie stürzen in einem abgewinkelten Stück ab und können eingesammelt werden. Vorteil: Die Tiere bleiben unverletzt am Leben.

Hochbeete bieten oft einen guten Schutz vor den Kriechtieren. Sie schaffen es gar nicht erst hinein.

Schaffen Sie ein Eldorado für Igel, Kröten, Spitzmäuse oder Laubkäfer. Das ist die vielleicht schönste und billigste Variante - außerdem steht sie voll im Einklang mit der Natur.