Erinnerungsstücke durch Feuer verloren gegangen

Erst die Mutter, dann das Zuhause verloren: Rührende Spendenaktion für Familie

Natti verliert erst ihre Mama und dann ihr Zuhause, organisiert von Melanie Schneider
Melanie Schneider organisiert eine Spendenkampagne für ihre Freundin Natti die Mutter und Haus verloren hat, © Melanie Schneider/GoFundMe

Freundin sammelt für die Familie aus Osterholz-Scharmbeck

Zwei Schicksalsschläge kurz hintereinander muss eine Familie aus Osterholz-Scharmbeck erleben: Vor rund zwei Wochen stirbt die Mutter an Krebs, am Dienstag (26. Januar 2021) brennt das Haus. Doch eine Freundin unterstützt die Familie nun auf eigene Weise und ruft im Internet zum Spenden auf.

Kampagne auf Internetplattform

„Wie viel kann ein Mensch aushalten? Unsere beste Freundin Natti muss gerade eine Last tragen, die viel zu groß für jeden von uns ist!“. Das schreibt Melanie Schneider auf der Internetplattform GoFundMe über das Schicksal ihrer Freundin Natalie Michalski. Erst vor zwei Wochen hat die Familie ihre Mutter Steffi nach jahrelangem Kampf gegen den Krebs verloren, nun zerstört ein Brand das Haus. Noch während die Löscharbeiten laufen, ruft Natalie bei ihrer besten Freundin Melanie an. „Ich dachte, das ist ein schlechter Scherz“, erzählt Melanie im RTL-Interview.

Das Haus erinnert an die verstorbene Mutter

Den materiellen Schaden schätzt die Polizei auf eine sechsstellige Höhe. Doch viel schlimmer: Viele Erinnerungsstücke sind durch das verheerende Feuer verloren gegangen. Die Familie hatte das Haus selbst gebaut, „Stein auf Stein gesetzt“, wie Melanie sagt. „Das Haus erinnert an Steffi.“ Innerhalb so kurzer Zeit sei so viel passiert, das mache das alles noch trauriger, erzählt Melanie.

Die Spendensumme wächst

Schon 16 Stunden, nachdem die Spendenaktion online geht, sind mehr als 10.000 Euro zusammengekommen. Und genau das wollte Melanie Schneider erreichen, weil die Familie sich viele Sorgen um Geld gemacht habe: „Diese Sorgen wollten wir ihnen als Freunde nehmen.“ Familie Michalski ist sehr dankbar dafür, dass Melanie und zwei weitere Freunde so schnell gehandelt haben. Eine Bekannte aus dem Ort habe sogar 1.000 Euro gespendet. Und dafür findet Melanie nur ein Wort: „Unbegreiflich!“