RTL-Reporter Jürgen Weichert auf den Philippinen: "Vor allem die armen Menschen leiden"

'Hagupit' deutlich abgeschwächt

In der philippinischen Hauptstadt Manila sind die befürchteten Sturmschäden durch Tropensturm 'Hagupit' ausgeblieben. Das Tief zog südlich an der Millionenmetropole vorbei und brachte in der Nacht zum Dienstag deutlich weniger Regen als befürchtet. Tausende Einwohner hatten die Nacht in Notunterkünften verbracht, weil ihre Straßen überschwemmungsgefährdet sind. Viele kehrten am Dienstagmorgen bereits zurück, wie das Nachrichtenportal GMA News berichtete. 'Hagupit' zog Richtung Westen über die Insel Lubang südwestlich von Manila aufs Meer hinaus. Der Katastrophenschutz warnte Fischer vor rauer See.

Taifun Hagupit auf den Philippinen
Der Taifun hat vielen Menschen das Dach über dem Kopf genommen. © dpa, Francis R. Malasig

Dutzende Tote

'Hagupit' hat sich im Laufe der Nacht deutlich abgeschwächt und gilt inzwischen nur noch als tropischer Sturm. 'Ketsana' traf Manila 2009 allerdings auch als tropischen Sturm und richtete verheerende Verwüstung an.

In den Zentralphilippinen sind die Aufräumarbeiten derzeit in vollem Gange. Mehr als eine Million Menschen waren vor dem Taifun geflohen. Viele kehren nun in ihre Dörfer zurück. Bäume waren entwurzelt, Strommasten verbogen sowie Häuser und Hütten platt oder beschädigt.

28 Menschen kamen Angaben des Roten Kreuzes ums Leben. Allein 16 Menschen ertranken auf der Insel Samar, wie das Rote Kreuz mitteilte. Dort war der Taifun in der Nacht zu Sonntag an Land gekommen. Die Behörden hatten vor dem Sturm in der Region Lager mit Hilfsmitteln angelegt und versprachen eine zügige Auslieferung. Vor einem Jahr richtete Taifun 'Haiyan' dort schwere Verwüstung an. Damals kamen

mehr als 7.000 Menschen ums Leben oder sind bis heute

verschollen. Mangels ordentlicher Planung mussten die Menschen aber tagelang auf Hilfe und medizinische Versorgung warten.

Quelle: dpa