Starker Anstieg der Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen

Corona-Fälle bei Kindern beunruhigen RKI

Leere Stühle in einem Klassenzimmer mit Blick auf die Tafel.
Die Infektionszahlen steigen laut RKI bei Kindern und Jugendlichen besonders stark an. © dpa, Holger John, holger john tba

Corona-Krise bestimmt in Deutschland weiter den Alltag

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist besorgt über die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in Kitas und Schulen. "Die Covid-19-Fallzahlen steigen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen, von denen auch zunehmend Übertragungen und Ausbruchsgeschehen ausgehen", heißt es in dem Newsletter des Instituts.

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5-7 Tage bei Symptomen zu Hause bleiben

„COVID-19-bedingte Ausbrüche betreffen momentan insbesondere private Haushalte, zunehmend auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld, während die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen hat“, heißt es im Newsletter weiter.

Um einen möglichst kontinuierlichen Betrieb von Kitas und Schulen gewährleisten zu können, erfordere die aktuelle Situation den Einsatz aller organisatorischen und individuellen Maßnahmen zur Infektionsprävention. Der Eintrag von SARS-CoV-2 muss in die Einrichtungen möglichst verhindert werden, d. h. Familien und Beschäftigte sollten ihr Infektionsrisiko außerhalb der Kita oder Schule entsprechend der Abstands- und Hygieneregeln minimieren und bei Zeichen einer Erkrankung 5-7 Tage zuhause bleiben“, rät das RKI. Falls es zu Erkrankungen in einer oder mehreren Gruppen komme, solle eine frühzeitige Schließung der Einrichtung erwogen werden.

Britische Corona-Variante B.1.1.7 setzt sich durch

Der Positivenanteil der Testungen nehme wieder zu und liege inzwischen bei über neun Prozent. „Insgesamt ist die VOC B.1.1.7 inzwischen in Deutschland der vorherrschende COVID-19-Erreger. Das ist besorgniserregend, weil die VOC B.1.1.7 nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten. Zudem vermindert die zunehmende Verbreitung und Dominanz der VOC B.1.1.7 die Wirksamkeit der bislang erprobten Infektionsschutzmaßnahmen erheblich“, so das RKI.