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Sonne sehr aktiv: Riesige Eruption stört Funk- und Navinetz

von Karim Belbachir

Am Montag ist auf der Sonne eine riesige Sonneneruption aufgezeichnet worden. Die war so groß, dass es im asiatischen Raum Funkstörungen gab. Die Bilder zu dem koronalen Massenauswurf lieferten der Satellit Solar Dynamics Observatory und die Raumsonde Solar and Heliospheric Observatory.

Im Video: So sieht es aus, wenn eine Sonnenfackel ins Weltall schießt

Koronaler Massenauswurf zielte nicht direkt auf die Erde

Die Eruption auf der Sonnenoberfläche ereignete sich am Montag, 13. Juni und wurde mit einer Stärke M3,4 klassifiziert. Die Ausbrüche werden in 3 Klassen eingeordnet. Die kleinste ist C, über die mittlere Stufe M geht es dann zu X für die größten Varianten. Bei der aktuellen Sonnenfackel handelt es sich also um eine mittlere Sonneneruption. Sie hat allerdings ausgereicht, um kurzzeitig Funkstörungen im Osten Asiens zu verursachen. Außerdem hatten auch Navis kleine Störungen. Trotzdem sei erwähnt, dass der aktuelle Koronale Massenauswurf (CME) nicht direkt auf die Erde gerichtet war.

Wenn ein solcher CME auf die Erde zielt, kann es mitunter gefährlich werden. Zwar fängt unser Erdmagnetfeld das meiste ab, doch sind Navigationsgeräte, Handynetze gestört. Auch Satelliten sind gefährdet, da sie sich meist außerhalb des schützenden Erdmagnetfeldes aufhalten und den Plasmastrahlen direkt ausgesetzt sind. Im schlimmsten Fall kann es zu Stromausfällen führen, was gerade für Krankenhäuser und deren Patienten teilweise zu lebensbedrohlichen Situationen führen könnte.

Lese-Tipp: Gewaltige Sonneneruption bringt Polarlichter bis nach Deutschland

Sonnenzyklus auf dem Weg zum Höhepunkt

Diese Sonnenfackel verdeutlicht, wie aktiv unser Stern momentan ist. Innerhalb seines 11-jährigen Zyklus läuft die Sonne auf ihren Höhepunkt zu. Dieser wird dann im Jahr 2025 erwartet. Ausgangspunkt sind Sonnenflecken, die zum Höhepunkt des Zyklus hin zunehmen. Astronomen hatten kürzlich erst festgestellt, dass die Sonne aktuell aktiver ist als in den Zyklen zuvor.

Die Zahl der Sonnenflecken nahm in den vergangenen Tagen deutlich zu. Waren es am Samstag, 11. Juni, noch 40 gezählte Flecken, steigerte sich die Anzahl bis zum Dienstag, 14. Juni, auf 130. Damit liegt die Anzahl leicht über dem zum Höhepunkt erwarteten 125 Sonnenflecken. Bleibt für uns nur zu hoffen, dass die Sonneneruptionen nicht direkt auf die Erde zielen, auch wenn das wohl mehr Polarlichter bedeutet.

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(kfb)