Nach Regenfällen

Etwas mehr Wasser im Rhein

Niedriger Rheinpegel am Pegel Emmerich DEU, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Emmerich am Rhein, 20.08.2022:
Liegt immer noch auf dem Trockenen: Der Rhein bei Emmerich

Dieser Dürre-Sommer hat es in sich: Die Pegelstände vieler deutscher Flüsse sind dramatisch gesunken, die Binnenschifffahrt war teilweise nicht mehr oder nur erschwert möglich. Nach den Regenfällen der letzten Tage ist der Pegel des Rheins nun wieder leicht gestiegen – laut Experten ist aber keine dauerhafte Trendwende zu erwarten.

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Zuvor Minuspegel in Emmerich

Der Regen am Samstag hat das Wasser im Rhein wieder etwas steigen lassen. In Emmerich erreichte der Pegel nach dem historischen Tiefstand der vergangenen Tage wieder einen positiven Wert: Am Sonntagmorgen zeigte er drei Zentimeter - eine Zunahme um sechs Zentimeter im Vergleich zum Vortag.

Der Pegel in Emmerich hatte seit Dienstag unter null gestanden. Das heißt, dass in das Wasser-Messrohr am Fluss in Höhe des rechnerisch bestimmten Pegels Null kein Wasser mehr floss, weil der Rhein niedriger liegt.

Auch Köln und Düsseldorf legen ein wenig nach

Ein in Kegelform aufgehäuftes Steingebilde eines unbekannten Künstlers - Niedrigwasser in Köln Deutz bei Rheinpegel 78cm Pegel Köln Aufgrund der akuten Hitze und Regenmangel werden am Ufer großflächiger Sand-und Kiesflächen freigelegt. Die Schifffahr
Nur eine Steinwüste, wo eigentlich Wasser sein sollte. Auch in Köln ist der Rheinpegel in den letzten Monaten dramatisch gesunken.

Auch an den anderen Messstellen in Nordrhein-Westfalen stieg der Wasserstand um mehrere Zentimeter: In Köln um sechs auf 80 Zentimeter, in Düsseldorf um vier auf 38 Zentimeter, in Duisburg um vier auf 158 Zentimeter, in Wesel um fünf auf 93 Zentimeter und in Rees um sieben auf 45 Zentimeter.

Trotzdem nur Tropfen auf dem heißen Stein

Trotz der positiven Tendenz erwartet das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in absehbarer Zeit aber keine nachhaltige Besserung der Wasserstände. Zwar würden sich die Pegelstände in den nächsten Tagen zunächst weiter erholen. Nach dem Durchlauf einer vom Oberrhein kommenden Welle sei aber davon auszugehen, dass sie erneut sinken. Insgesamt bewegten sich die Wasserstände überwiegend weiter im Bereich eines mittleren Niedrigwassers, hatte die Behörde am Freitag mitgeteilt.

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