Reschensee in Italien trockengelegt

Versunkenes Geisterdorf in Südtirol taucht aus dem Wasser auf

Das Schauspiel der ganz besonderen Art ist nur ganz kurz zu bewundern

Der Kirchturm mitten im Reschensee ist ein absoluter Hingucker. Aber was liegt eigentlich darunter? Genau DAS ist jetzt für ganz kurze Zeit zu bewundern. Der Stausee wurde wegen Wartungsarbeiten trockengelegt – und dadurch sind die versunkenen Mauern des Dorfes aus den Fluten aufgetaucht und lassen einen kurzen, mystischen Blick in eine seit 70 Jahren versunkene Welt zu. Die spektakulären Bilder gibt es hier im Video zu sehen.

Reschensee in Südtirol wurde für ein Kraftwerk aufgestaut

Der Reschensee ist ein Stausee in der Gemeinde Graun, der für das Speicherkraftwerk in der Gegend angelegt wurde. Dafür wurde im Jahr 1950 das dort liegende Dorf geflutet. Seither ragte nur noch der Kirchturm der versunkenen Pfarrkirche St. Katharina aus dem Wasser heraus und höchstens mutige Taucher konnte noch eine Flosse auf die Treppen der alten Treppen setzen. Der ungewöhnliche Ort war auch Hauptdrehort der Mystery-Serie „Curon“, wie Graun im Vinschgau auf Italienisch heißt.

Lange sind die ungewöhnlichen Bilder aber nicht zu sehen. Da die Arbeiten abgeschlossen sind, wurde bereits wieder mit der Flutung des Sees begonnen. Bald werden die mittelalterlichen Mauern wieder versunken sein und vermutlich für die nächsten Jahrzehnte unter Wasser schlummern.

(dpa/fhe)