Größten Rückgang bei Schweinefleisch

Rekordtief: Deutsche essen immer weniger Fleisch

Schweinefleisch und Rindfleisch liegen in einer Fleischtheke in einem Supermarkt.
Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch 2021 im Vergleich zum Vorjahr sank auf 55 Kilogramm.

Die Deutschen essen immer weniger Fleisch. Letztes Jahr haben sie sogar so wenig konsumiert wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleischerzeugnissen sank 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Kilogramm auf insgesamt 55 Kilogramm. Das sei der niedrigste Wert seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1989, gibt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in einer Pressemitteilung bekannt.

2021 haben die Deutschen 1,2 Kilogramm weniger Schweinefleisch als im Vorjahr gegessen

Am größten fiel der Rückgang beim Schweinefleisch aus. Jeder Deutsche aß im vergangenen Jahr im Schnitt 31 Kilogramm, 2020 waren es noch 32,2 Kilogramm pro Person. Der Pro-Kopf-Verzehr von Rindfleisch sei im Vorjahres-Vergleich um 600 Gramm auf 9,4, der von Geflügel um 200 Gramm auf 13,1 Kilogramm zurückgegangen. Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft wurde in Deutschland 2021 insgesamt rund 2,4 Prozent weniger Fleisch als im Vorjahr produziert.

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Dass immer weniger Fleisch konsumiert werde, könne laut Bundesanstalt vor allem an der bewussteren Ernährungsweise liegen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine pflanzenbasierte Ernährung. Außerdem könne auch Corona eine mögliche Ursache sein, da durch Homeoffice und Ausgangssperren weniger Menschen in die Kantinen, Gastronomie und auf Veranstaltungen gingen. (kko)