Folgen der Corona-Krise

Reisebuchungen für Sommer eingebrochen

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Urlaubsbuchungen brechen weiter ein © imago images/CHROMORANGE, CHROMORANGE / Markus Mainka via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Weiteres schwieriges Jahr für die Tourismusbranche

Gleich um drei Viertel sind die Urlaubsbuchungen eingebrochen. Für die Tourismusbranche ein weiteres hartes Jahr: „Für die Sommersaison liegen die Buchungen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den Zahlen im Vorjahreszeitraum“, sagte Michael Frenzel, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Urlaub erst im späten Herbst

Im Frühjahr habe es sogar weiterhin mehr Stornierungen als Buchungen gegeben. Verbesserungen sieht die Branche kurzfristig nicht. Erst im dritten Quartal könnte es wieder bergauf gehen: "Die Mehrheit der Menschen setzt auf spätere Reisen im Herbst", so Michael Frenzel. Das sehe man daran, dass die Buchungsrückgänge in diesen Monaten niedriger seien, als in den Sommermonaten davor. So beträgt der Rückgang für September wohl 36 Prozent, im Oktober sind es dann nur noch 22 Prozent.

Modellprojekte sollten eine Chance bekommen

Frenzel appelliert an die Politik, Modellprojekten eine Chance zu geben: "Die Politik muss aufhören, bestehende Modellprojekte im Tourismus abzumoderieren, selbst wenn in Regionen wie Schleswig-Holstein die Corona-Inzidenzen niedrig sind." Aus aktueller Sicht könnte man das Gefühl bekommen, die Politik würde bewusst jede Art von Reise und Urlaub schlecht reden, so Frenzel.