Regen aus der Aschewolke

Regen aus der Aschewolke
© picture-alliance/ dpa/dpaweb, Frank Rumpenhorst

Regen bringt derzeit keine Gefahr für Mensch, Tier und Boden

Aschewolke liegt viel zu hoch, um völlig ausgewaschen zu werden.

Die Analyse einer Aschewolke ist ein sehr komplexer Vorgang. Ihre Ausdehnung ist nicht einfach zu messen, viele Teilchen sind nur mit ultraviolettem Licht zu entdecken. Zudem hängt die Gefährlichkeit der Wolke von vielen Faktoren ab, wie etwa ihrer Zusammensetzung, ihrer Höhe und ihrer Geschwindigkeit.

Regen kann grundsätzlich größere Mengen Asche aus der Luft waschen und somit die Luft über uns wieder reinigen. Derzeit ist aber davon auszugehen, dass sich die Aschewolke in einer Höhe zwischen 6 und 11 Kilometern befindet. Regenwolken liegen aber wesentlich tiefer und halten sich meist zwischen 500 Metern und drei Kilometern auf. Schauer und Gewitter können sich vertikal weiter erstrecken und können dann durchaus solche Höhen erreichen. Vereinzelt kann also sogenannter Blutregen fallen. Rostfarbene Staubpartikel schweben dann herab und schimmern auf Autodächern.

Die Gefahr, dass der Boden oder die Autos durch Schwefelsäure verunreinigt oder beschädigt werden, ist derzeit sehr gering. Beim jüngsten Ausbruch in Island sind bisher keine größeren Schwefelmengen in höhere Luftschichten gelangt. Schwefeldioxid (SO2) verbindet sich mit Wasser zu Schwefelsäure und die könnte uns gefährlich werden.

Ab etwa 9 bis 13 Kilometer Höhe - in der Stratosphäre - ist die Luft trocken. Dort können die Partikel nicht vom Regen ausgewaschen werden. Etwa alle zwei Jahre steigt die Rauchsäule eines Vulkans so weit hinauf.