Das ist beim Laub erlaubt

Rechte und Pflichten beim Laub - die teuren Fehler beim Laubkehren

Der große Herbst-Knigge

Herbstlaub ist für die einen ein absoluter Traum und gehört zur goldenen Jahreszeit einfach dazu, doch für die anderen ist es nichts weiter als eine lästige Begleiterscheinung der Jahreszeit. Und dazu gibt es Regeln, Rechte und Pflichten. Die sollte man kennen, denn sonst kann es teuer werden.

Bis zu 2500 Euro für unerlaubte Laubentsorgung

Ob aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit: Gartenfreunde, die ihr Laub, ihren Grün- und Rasenschnitt einfach im Wald entsorgen, droht ein saftiges Bußgeld von bis zu 2500 Euro! Denn illegal entsorgter Grünabfall und Erdaushub schädigt der Umwelt erheblich.

Verbrannt werden darf das Laub in Städten und Gemeinden auch nicht. Auch im Rinnsal auf der Straße hat das Laub nichts zu suchen, dadurch kann die Kanalisation verstopfen. 

Wohin mit dem Laub?

Säckeweise Laub, auf die Straße kehren ist verboten – also, wohin mit dem Laub? Gut geeignet sind Komposthaufen. Dort sollten es aber nicht mehr als 20 Prozent Laub werden. Die Biotonne geht auch, ist aber auch schnell voll und eigentlich soll dort anderer Abfalle entsorgt werden. Oft haben die Gemeinden spezielle Container für Laub aufgestellt. 

Ideen für Laub im Garten

  • Laubhaufen sind ein toller Überwinterungsplatz für Igel.
  • Im Kompost – gemischt mit Hornspänen und Rasenschnitt
  • Beete und Sträucher mulchen, das schont den Boden. 
  • Laub als Frostschutz für Gehölze und Kübelpflanzen
  • Laubkörbe aus maschendraht aufstellen

Das Laub muss weg, sonst kann es teuer werden

Kommt ein Mieter dieser Pflicht nicht nach, kann es ebenfalls sehr schnell sehr teuer werden. Denn, wenn jemand auf dem Laub ausrutscht und stürzt, können schon erhebliche Regress- und Heilbehandlungskosten im fünfstelligen Bereichen auf den Verpflichteten zukommen." 

Wer muss das Laub beseitigen?

Kaum noch zu sehen ist ein junger Mann, der am Mittwoch (05.11.2008) am Frankfurter Mainufer das Laub mit einer Maschine auf einen Haufen bläst. Das Wetter zeigt sich wechselhaft mit Temperaturen um 10 Grad. Foto: Frank May dpa/lhe +++(c) dpa - Bildf
Die goldene Jahreszeit bringt nicht nur Freude mit sich - sondern auch Arbeit. © dpa, A3472 Frank May

Im Grunde gilt für die Entfernung von Herbstlaub die gleiche Regel wie bei Eis und Schnee. Das heißt: Zunächst stehen die Gemeinden in der Pflicht. Doch die übertragen diese Pflicht in der Regel auf die anliegenden Eigentümer. Der Eigentümer kann seine Pflicht aber wiederum auf den Mieter übertragen. 

Bei Laubbläsern gibt es bis zu 5.000 Euro Strafe!

29.10.2020, Hamburg: Mitarbeiter der Hamburger Stadtreinigung beseitigen heruntergefallenes Laub. Foto: Daniel Reinhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Glück gehabt: Die Stadtreinigung beseitigt hier das Laub. © dpa, Daniel Reinhardt, dan abl

Sie machen Garten und Gehwege frei – und nun drohen schon die nächsten Bußgelder: Der Lärm ist oft das größte Problem. Um Ärger zu vermeiden, sollten Sie sich an die Lärmschutzverordnung (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) halten.

Für besonders lästige Maschinen, wie beispielsweise Laubbläser ist die Betriebszeit in Wohngebieten noch weiter eingeschränkt. Hier darf der Laubsauger nur zwischen 9 und 13 Uhr und zwischen 15 und 19 Uhr verwendet werden. Sonn- und feiertage sind sowieso tabu. Ein Verstoß gegen diese Ruhezeiten kann bis zu 5.000 Euro kosten.

Wie oft muss Laub gefegt werden?

Eine Frau fegt am Montag (07.11.2005) in Dortmund am Fuße eines Baumes Laub zusammen. Das Hoch
Zusammenfegen von Herbstlaub ist den meisten Menschen lästig. © picture-alliance/ dpa/dpaweb, Bernd Thissen

Es gibt keine strikte Regel, wie oft man das Laub entfernen sollte. Allerdings zählt hier gesundes Augenmaß: Liegt viel Laub auf dem Bürgersteig, muss häufiger gefegt werden, bei einzelnen Blättern nur alle paar Tage.

Was das Laub über den Winter verrät

Muss auch fremdes Laub weg?

Da man Blätter nicht dem Baum zuordnet, zählt der Ort der „Landung“. Das Laub des Nachbarn muss also auch weggekehrt werden. Auch, wenn das noch so ärgerlich ist. Es gilt: Fegen muss der Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Blätter liegen.