Unwetter in Tschechien und der Türkei

Rafting trotz Hochwasser: Kind stirbt in den Fluten

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Tragisch endete eine Rafting Fahrt auf den Flüssen Moravka und Ostravice. Ein Vater und seine zwei Töchter kenterten beim Hochwasser, dabei kam die jüngere der beiden Töchter ums Leben. (Symbolbild)
Tragisch endete eine Rafting Fahrt auf den Flüssen Moravka und Ostravice. Ein Vater und seine zwei Töchter kenterten beim Hochwasser, dabei kam die jüngere der beiden Töchter ums Leben. (Symbolbild)

Das Hochwasser in Tschechien hatte für vier Menschen fatale Folgen. Besonders dramatisch ist der Tod einer Achtjährigen, die beim Rafting auf dem Fluss Moravka und Ostravice umkam. Die Polizei ermittelt nun gegen den Vater, der mit seinen Töchtern trotz des Hochwassers in einem Schlauchboot zum Rafting fuhr wegen fahrlässiger Tötung. Auch in der Türkei starben nach einem Hochwasser mehrere Menschen.

Der Vater und die älteste Tochter konnten sich retten

Die Rettungsmannschaften konnten das 8-jährige Mädchen nicht retten.
Die Rettungsmannschaften konnten das 8-jährige Mädchen nicht retten.

Ein Kind und mindestens zwei Erwachsene sind am Wochenende in Tschechien ertrunken. Wie eine Polizeisprecherin am Montag der Nachrichtenagentur CTK mitteilte, wird gegen den Vater einer verunglückten Achtjährigen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt. Der 46-Jährige war am Sonntag trotz Hochwassers mit seinen beiden Töchtern zum Rafting auf dem Fluss Moravka unterwegs. Als das Schlauchboot beim Zusammenfluss mit dem größeren Fluss Ostravice kenterte, konnten sich der Vater und die 15-jährige Tochter ans Ufer retten. Das jüngere Mädchen wurde vom Wasser mitgerissen und von Feuerwehrleuten an Land gezogen. Es starb im Krankenhaus.

Auch die Freundin trieb lebslos im Wasser

Am Samstag zog die Feuerwehr die Leiche eines 60-Jährigen aus dem Fluss Osoblaha. Augenzeugen hatten auch seine Freundin leblos auf dem Wasser treiben sehen. Die vermutlich ebenfalls tote Frau verschwand dann aber in den Fluten. Nach CTK-Informationen könnte sie ins benachbarte Polen mitgerissen worden sein.

Ebenfalls am Wochenende ertrank ein 63-Jähriger unter zunächst nicht geklärten Umständen in einem Hochwasser führenden Bach im Dorf Lopenik in Südmähren. Seine Familie rief am Sonntag die Polizei, nachdem er Samstagnachmittag verschwunden war. Nach einer Suchaktion wurde er tot aus den Fluten gezogen.

Überflutungen auch in der Türkei

Mindestens fünf weitere Todesopfer forderte eine Überschwemmung im türkischen Distrikt Kestel in der Provinz Bursa. Weitere Personen gelten bisher noch als vermisst. Die Fluten hatten mehrere Autos fortgeschwemmt und beschädigt, sowie Häuser geflutet. Suchmannschaften schwärmten aus, um weitere vermisste Personen zu finden. Der Schaden wird sich in der näheren Zukunft noch erhöhen, da viele Felder der Landwirte zerstört wurden, die einen Großteil der Einkommen in dieser Region darstellen.

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