Rätselraten um die sogenannte Beaufortblase: Beschert uns die Beaufort-See einen kalten Winter?

Natürlich ist es ein Blick in die Glaskugel, doch in dieser ominösen Kugel gibt es derzeit einige Hinweise, dass der Winter 2018/19 ein äußerst milder Winter wird. Es gibt aber auch Hinweise, dass der kommende Winter uns richtig mit den Zähnen klappern lassen könnte: Konkret dreht es sich hierbei um einen Wirbel in der Beaufort-See. Die liegt vor der Küste von Kanada und Alaska und beheimatet den Beaufort-Wirbel, ein Strömungssystem. Dieses kann auch das Wetter in Europa beeinflussen. Wie und warum, das soll im Folgenden kurz erläutert werden.    

Wehe, die Kaltwasser-Blase im Beaufort-Wirbel entlädt sich

Bisher wechselten sich die BREMEN und die HANSEATIC mit der Durchquerung der legendären Nordwestpassage ab. Im Sommer 2009 gibt es eine Premiere: Beide Expeditionsschiffe von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten wagen das Abenteuer und treffen im ewigen Eis aufe
Im Zentrum der Überlegungen steht der sogenannte Beaufort-Wirbel, der uns einen eis-Winter bescheren könnte. © obs, Hapag Lloyd Kreuzfahrten Gmbh

Im Beaufort-Wirbel herrschen große Unterschiede, was die Temperatur des Wassers angeht. Oben hat sich eine kalte Blase aus salzarmem Wasser gebildet, darunter liegt schwereres, wärmeres Wasser mit höherem Salzgehalt. Wie das Wissenschaftsmagazin "Spektrum" kürzlich berichtete, sammelt sich immer mehr salzarmes Wasser an und vergrößert die kalte Blase. Dieses salzarme Wasser setzt sich aus Schmelzwasser des Meereises und Süßwasser, das aus den großen arktischen Flüsse ins Meer fließt, zusammen.

Wissenschaftler haben beobachtet, dass es alle fünf bis sieben Jahre zu einer Umkehr in diesem Zyklus kommt. Dann fließt das kalte Wasser von der Oberfläche in den Nordatlantik ab und das warme Wasser kommt Richtung Oberfläche. Das hat zwei Konsequenzen: Die Arktis wird wärmer und das kalte in den Atlantik abgeflossene Wasser blockiert vor den europäischen Küsten das warme Wasser aus dem Golfstrom auf seinem Weg von Amerika nach Europa. Das heißt, es wird kälter in Europa. 

Nun war dieses System viele Jahre stabil und ist offenbar seit 2003 nicht mehr "umgekippt". Das wiederum bedeutet, dass die Blase kalten Wassers im Beaufort-Wirbel ein enormes Ausmaß angenommen hat. Wenn sich das System nun bald umstellt und der Zyklus sich dreht, dann fließen eben diese enormen Mengen an kaltem Wasser in den Atlantik und bescheren uns was? Genau: einen mega Winter!

Wir sind sehr gespannt!