Pünktlich zum Tag der Affen: Orang-Utan-Mädchen Cabu im Kölner Zoo vorgestellt

Orang-Utan-Baby Cabu im Kölner Zoo vorgestellt
Orang-Utan-Baby Cabu im Kölner Zoo vorgestellt Süßer Nachwuchs im Urwaldhaus 00:22

Die kleine Cabu ist das erste Orang-Utan-Baby seit vier Jahren

Dieser niedliche Neuzugang im Kölner Zoo wird die Herzen der Besucher definitiv im Sturm erobern: Ende November kam das kleine Orang-Utan-Mädchen Cabu im Urwaldhaus zur Welt und wurde nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Der flauschige Rotschopf ist das erste Orang-Utan-Baby im Kölner Zoo seit viereinhalb Jahren. Pünktlich zum heutigen Tag der Affen ist das eine schöne Nachricht - denn Orang-Utans sind akut vom Aussterben bedroht

Im Kölner Zoo leben jetzt sechs der roten Menschenaffen

Cabu und Mama Cajunga
Affenmädchen Cabu bleibt noch dicht am Körper ihrer Mama Cajunga. © picture alliance

Noch etwas schüchtern schmiegt sich die kleine Cabu in die Arme ihrer sichtlich stolzen Mama Cajunga, als bei ihrem ersten Fototermin im Kölner Zoo die Auslöser der Kameras klicken. Knapp drei Wochen alt ist das Affenmädchen, dessen Papa Budi derzeit noch auf Abstand bleiben muss - denn Orang-Utans sind Einzelgänger. So gibt es ganz viel Mutter-Tochter-Zeit bei Cabu und Mama Cajunga, die - ganz wie es sich gehört - nur Augen für ihren Nachwuchs hat. Bei so einem süßen Baby kann man ja auch nicht anders! Der Name des kleinen Affenmädchens setzt sich übrigens aus den jeweils ersten Silben der Namen ihrer Eltern zusammen.

Papa Budi ist zum ersten Mal Vater geworden und wohnt seit 2015 im Kölner Zoo, Mama Cajunga hat bereits einen kleinen Orang-Utan großgezogen - Cabus Halbschwester Cinta, die mittlerweile sechs Jahre alt ist. Insgesamt leben nun sechs der roten Menschenaffen im Urwaldhaus des Kölner Zoos. 

Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht

Die Menschenaffen sind akut vom Aussterben bedroht. Durch die Zerstörung des Regenwaldes nimmt der Lebensraum der Orang-Utans, die ursprünglich auf den beiden großen Sundainseln Sumatra und Borneo zu Hause sind, immer weiter ab. Dort wird der tropische Regenwald immer weiter abgeholzt, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. Für den Orang-Utan - übrigens das indonesische Wort für "Waldmensch" - bleibt da kaum noch Platz. 

Die Orang-Utans finden dort immer weniger Nahrung und werden darüber hinaus noch gejagt: Wilderer fangen die Affen bereits als Babys und schmuggeln sie in den Nahen Osten und nach Dubai, wo sie teuer auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Erwachsene Orang-Utans werden umgebracht. Mittlerweile leben nur noch geschätzt 54.000 Orang-Utans auf Borneo und lediglich etwa 6.000 Tiere auf Sumatra. Wirklich sicher sind die klugen Menschenaffen nur noch in einigen wenigen geschützten Gebieten auf Borneo und Sumatra - und in Gefangenschaft, wie etwa in Zoos. Auch wenn die Lebensumstände dort nicht ideal sind: Hier müssen die Tiere zumindest weder Hunger noch Wilderer fürchten.