Eine Angst, die unsere Welt retten kann

Psychologin sagt: Darum sollten wir Angst vor dem Klimawandel haben

Pauline Daemgen macht sich große Sorgen um den Klimawandel.
Pauline Daemgen lässt die Sorge um unsere Welt nicht mehr los.

Was hilft gegen die Klimaangst?

Klimaaktivistin Pauline Daemgen sorgt sich um ihre Zukunft und Lebensgrundlage. Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Dürre – es sind solche Naturkatastrophen, die in ihr Beklemmung auslösen. Sie macht sich Sorgen über die Auswirkungen, die der Klimawandel für uns alle hat.

„Kann ich überhaupt Kinder haben? Was ist das für eine Welt, in die ich sie reinsetze?“,fragt sich Pauline. Die Psychologin Katharina van Bronswijk rät uns Menschen sogar, dass es für uns nur gut wäre, wenn wir Angst vor dem Klimawandel haben.

Die Angst ums Klima ist berechtigt

Mit ihrer Angst ist die 19-Jährige nicht allein. „Es sind tatsächlich zwei Drittel der Bevölkerung, die sich Sorgen machen wegen der Klimakrise und den Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen“, sagt die Psychologin Katharina van Bronswijk. Aber wie ist mit diesen berechtigten Sorgen umzugehen?

Die Sorge um den Klimawandel kann zur Klimaangst werden.
Umfrage zu den größten Ängsten von Jugendlichen in Deutschland 2019 - Das Thema Klimawandel liegt an dritter Stelle.

„Es ist nicht schlimm, Angst zu haben wegen der Klimakrise"

„Es ist nicht schlimm, Angst zu haben wegen der Klimakrise. Was fatal wäre, sich in diese Angst rein zu steigern und dann handlungsunfähig zu werden“. Panik schieben oder in Schockstarre zu verharren, hilft da nicht. „Wir müssen handlungsfähig bleiben“, sagt die Psychologin.

Pauline macht genau das Richtige, um der Angst nicht zu verfallen: Sie ist aktiv. „Was mir half: Mich einzusetzen in sozialen Medien, mit Fridays for future auf die Straße zu gehen, mit Menschen zu sprechen und zu wissen, dass man nicht allein ist mit der Sorge“, sagt sie.

Katharina von Bronswijk sagt: Klimaangst ist gut, wenn sie Handlungen fürs Klima auslöst.
Katharina van Bronswijk, Psychologin und Sprecherin der Bewegung „Psychologists/Psychotherapist for Future“: Klimaangst kann zum Kampf gegen den Klimawandel führen.

Angst, Wut und Trauer sind beim Klimawandel angemessen

Klimaangst, sagt die Psychologin, beinhalte auch Wut auf Politiker, die nichts dagegen tun, wenn für uns die Welt untergeht. Und das ist nicht das Schlechteste. „Angst als Emotion ist das, was uns Hummeln im Hintern macht, auch was zu tun.“ Angst, Wut und Trauer seien im Hinblick auf den Klimawandel „definitiv angemessen“.

Pauline will weiterhin auf die Straße gehen und laut um den Schutz unserer Natur kämpfen. Um so auch ihre Angst vorm Klimawandel in Schach zu halten.

Dürre, Brände, Eisschmelze: Der Klimawandel bedroht unsere Erde

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