Prostituierte demonstrieren gegen Arbeitsverbot

Sexarbeiterinnen unzufrieden

Auf der Herbertstraße in Hamburg haben am Samstagabend Hunderte Prostituierte für die Wiedereröffnung von Bordellen demonstriert. Für die Sexarbeiterinnen sei es ein Unding, dass sie nicht arbeiten dürfen, obwohl andere körpernahe Dienstleistungen wie Friseur oder Massagebesuche wieder in Anspruch genommen werden dürfen.

Im Video bekommen Sie ein Stimmungsbild der demonstrierenden Sexarbeiterinnen.

„Wenn man Prostitution verbietet, dann bringt man sie in die Illegalität"

Der Kiez ohne Rotlicht – auch für prominente Unterstützer wie Olivia Jones unvorstellbar:„ Das sind viele viele Mädels hier die hier arbeiten, die auch Steuergelder zahlen. Und wenn man Prostitution verbietet, dann bringt man sie in die Illegalität". Bedeutet: Manche Prostituierte bieten auf Grund ihrer finanziellen Notlage illegalen Sex an. Doch das soll aus ihrer Sicht natürlich nicht das Ziel sein – sie fordern von der Politik Unterstützung und wollen unter Hygienemaßnahmen wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Not macht erfinderisch

Auch der bekannte Strip-Club „Susis Showbar“ hat mit der Corona-Krise zu kämpfen. Die Showbar hat zwar nichts mit Prostitution zu tun, doch selbst das Strippen war seit der Wiedereröffnung noch verboten. Dafür hat sich die Bar jetzt etwas einfallen lassen: Ab sofort tanzen die leicht-bekleideten Frauen in einer großen Kunststoff-Röhre. Von Normalität ist der Hamburger Kiez noch weit entfernt, doch aufgeben ist hier keine Option.

Stripperin Hamburger Kiez
Stripperin Hamburger Kiez © unbekannt