Prognose für den Frühling 2020: Frostschäden ziemlich sicher

Ein Winterling behauptet sich am Dienstag (09.03.2010) auf einer verschneiten Wiese in Dresden bei minus neun Grad. Auch für die kommenden Tage ist in der Region noch Dauerfrost angesagt. Foto: Matthias Hiekel dpa/lsn  +++(c) dpa - Bildfunk+++
Wie wird der Frühling? Weiß und kalt oder bunt und warm? © dpa, Matthias Hiekel

Mit ziemlicher Sicherheit: trocken und spätfrostig

Wie das Wetter im Frühjahr 2020 wird, kann natürlich noch niemand genau sagen. Was uns aber garantiert beschäftigen wird, sind die Themen Trockenheit und Gefahr von Spätfrost.  beimn Thema Niederschlag haben Mensch und Natur ja oft verschiedene Vorlieben. Bei Frost im April oder Mai sind sie sich wenigstens einig: eher ungünstig!

Es ist zu trocken

Das Jahr 2020 hat zu warm und zu trocken angefangen. Dabei wäre Niederschlag so wichtig, um das Bodenwasserdefizit der beiden letzten Jahre wieder auszugleichen, wäre es am besten, wenn es monatelang durchregnet.  Da könnte der Februar ja mal den Anfang machen. Der ist aber ausgerechnet der niederschlagärmste Monat in Deutschland. Im Februar regnet es im Schnitt nur 44,6 Liter pro Quadratmeter. Er schaffte auch schon mal über 100 Liter, aber selbst solche Mengen würden nur wenig nützen, die Böden bis in tiefe Schichten mit Wasser zu durchdringen.

Angst vor Frostschäden - Sommerernte in Gefahr

Frostschutz für Obstbäume
Hört sich zunächst absurd an: Eine Eisschicht umschließt die Blüten eines Obstbaumes als Frostschutz. © deutsche presse agentur

Sorge Nummer zwei: Das milde Wetter zu Beginn des Jahres verbunden mit der Gefahr von späten Frösten. Die Natur wittert Frühlingsluft und die Obstbäume könnten treiben. Wenn dann nochmal Frost kommt und die Knospen oder Blüten erfrieren, war es das mit der Ernte im Sommer.

Kälte im Frühjahr: Beispiel März 2013

Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich in einem März arktische Kaltluft durch eine Ostwetterlage (Hoch über Skandinavien) auf den Weg nach Deutschland gemacht hat. Im März 2013 gab es eine lang anhaltende Kältephase ausgelöst durch einen Polarwirbelsplitt. Der März 2013 fiel deutlich zu kalt aus (im Vergleich zum langjährigen Mittel). Am kältesten war damals der Osten von Deutschland, wo es um 5 Grad zu kalt war.   

Das sagen die Bauernregeln zum Frühjahr

Bilder des Tages Pekingteddy-Kaninchen Teddy (4) am 29. Maerz 2018 im Schnee. Ostern im Schnee, 29.03.18 Scharbeutz Schleswig-Holstein Germany *** Pekingteddy Rabbit Teddy 4 am 29 March 2018 in the snow Easter in the snow 29 03 18 Scharbeutz Schleswi
Auch eine beliebte Bauernregel: Grüne Weihnachten, weiße Ostern. © imago/Agentur 54 Grad, 54° / Felix Koenig, imago stock&people

Mochten Bauernregeln früher noch hinhauen, macht die Erderwärmung den alten Weisheiten oft einen Strich durch die Rechnung. Sie widersprechen sich ohnehin teilweise. Suchen Sie sich einfach eine aus, die Ihnen in den Kram passt:

  • Der Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.
  • Bleibt der Winter fern, so nachwintert es gern.
  • Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau.
  • Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.
  • Wenn der Frost im Januar nicht kommen will, so kommt er im März oder April.
  • Wächst das Gras im Januar, ist der Sommer in Gefahr.

Immer wieder gern gelesen: Langzeit-Prognosen

Auch wenn das Wetter auf so lange Sicht nicht vorausgesagt werden kann, und das die meisten Menschen auch wissen, bleibt die Sehnsucht nach einer berechenbaren Zukunft. Aber wie so oft im Leben: Wir müssen uns überraschen lassen.