Pollenflug: Jetzt gegen Pollen sensibilisieren

Das milde Wetter sorgt bei Haselnuss und Erle für den ersten Pollenflug

Es ist zwar noch Winter - aber Allergiker schniefen jetzt schon: Die ersten Pollen fliegen nämlich bereits. Grund ist das milde Wetter. Das können Sie jetzt schon tun, um halbwegs beschwerdefrei durch die Heuschnupfensaison zu kommen.

Sie sind die ersten: Hasel und Erle. Die Pollenfänger in Deutschland haben die ersten Expemplare schon gemessen. Warme Temperaturen im Winter lassen die Pollen immer früher fliegen. Fast ganz Deutschland ist betroffen. Lediglich der äußerste Süden und die Küste sind bislang noch vom Pollenflug verschont.

Wer jetzt hofft, dass die Pollen dann umso schneller wieder verschwinden, hat sich leider zu früh gefreut: Die wohl auch schon bald startende Birkenpollenflugsaison, die eigentlich erst im März beginnt, dauert Experten zufolge trotzdem bis Mai an.

Prof. Karl-Christian Bergmann von der Charité Berlin erklärt, dass es wichtig ist, schon jetzt zu reagieren, damit sich der Körper an diese Angriffe auf das immunsystem gewöhnt und dann später besser mit den folgenden Pollen umgehen zu können. Er rät, dass, wenn man weiß, dass man einen Heuschnupfen durch Baumpollen hat, es empfehlenswert ist, sich jetzt schon antiallergische Tabletten zu besorgen. Allerdings gehen diese Medikamente nur gegen akute Beschwerden vor.

Langfristig ist die Hyposensiblisierung eine bessere Variante gegen den Pollenhorror. Dabei werden dem Patienten über einen langen Zeitraum regelmäßig kleine Dosen des Allergens gespritzt, damit der Körper eine Art Toleranz gegen Pollen entwickelt. Es müssen auch nicht immer Spritzen sein. "Für Baumpollen- und Gräserpollen gibt es gute Extrakte, die man als Tablette oder als Tropfen nehmen kann. Das ist viel bequemer und hat deutlich weniger Nebenwirkungsrisiko als die Spritze.", so Bergmann.

Laut Schulmedizin können andere, alternative Therapieansätze wie zum Beispiel die Eigenblutbehandlung keine vergleichbaren Erfolge vorweisen.