Mosaic-Expedition am Nordpol beendet

Polarstern kehrt nach ereignisreichem Jahr in der Arktis zurück

Expedition drohte der Abbruch

Die „Polarstern“ beendet ihre Reise. Ein Jahr war das Forschungsschiff in der Arktis unterwegs. Unzählige für die Klimaforschung wichtige Daten wurden gesammelt. Fast hätte die Expedition abgebrochen werden müssen und auch nach ihrer Rückkehr erwartet die Wissenschaftler eine bisher unbekannte Situation.
Was die Forscher am Nordpol erlebten, sehen Sie im Video.

Zurück in Bremerhaven

Markus Rex ist der Expeditionsleiter auf der Polarstern.
Markus Rex ist der Expeditionsleiter auf der Polarstern.

Nach fast einem Jahr in der Arktis kehrt das Forschungsschiff „Polarstern“ am heutigen Montag wieder zurück in seinen Heimathafen Bremerhaven. Während der letzten Seemeilen in der Außenweser wird es von einem Schiffskorso begleitet. In der Bremerhavener Lloydwerft wollten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Antje Boetius, die Crew nach Plan gegen 11 Uhr in Empfang nehmen. Mit an Bord ist Expeditionsleiter Markus Rex.

Wichtige Erkenntnisse zum Klimawandel

Zehn Monate driftete die Polarstern in der Arktis.
Zehn Monate driftete die Polarstern in der Arktis.

Die Forscherinnen und Forscher hätten einen einmaligen Datenschatz erhoben, „von dem noch Generationen nach uns profitieren werden“, teilte Karliczek mit. „So können wir Klimamodelle präzisieren und neu bewerten.“ Die Forschungsministerin bezeichnete die Arktis als Epizentrum des Klimawandels.

Zehn Monate lang driftete die „Polarstern“ angedockt an eine riesige Eisscholle durch die Arktis. Den gesamten Eiszyklus vom Gefrieren bis zur Schmelze messen und dokumentieren – das war den Wissenschaftlern so zum ersten Mal möglich. Sie versprechen sich von den Daten wichtige Erkenntnisse über das Nordpolarmeer und über den Klimawandel. Kaum eine Region auf der Erde bekommt diesen so deutlich zu spüren wie die Arktis.

Corona führte fast zum Missionsabbruch

ARCHIV - 28.02.2020, Arktis, --: Teilnehmer einer Artiks-Expediion gehen in Richtung Forschungsschiff «Polarstern». Am 12.10.2020 kehrt die «Polarstern» nach einem Jahr in der Arktis in den Heimathafen Bremerhaven zurück. (zu dpa "Expedition der Supe
Die Crew wandert auf der Eisscholle zum Schiff zurück.

Die „Mosaic“-Expedition war die bisher teuerste und logistisch aufwendigste im Nordpolarmeer. Beteiligt waren 70 Forschungsinstitute aus 20 Ländern mit über 300 Forschern. Wegen der Corona-Pandemie drohte zwischenzeitlich der Abbruch, weil wegen der Reisebeschränkungen der Crewwechsel per Flugzeug nicht stattfinden konnte. Stattdessen waren zwei Forschungsschiffe mit der neuen Mannschaft von Bremerhaven nach Spitzbergen gefahren. Die „Polarstern“ unterbrach für den Austausch für kurze Zeit ihre Drift.

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