Neuschnee und Glätte

Winter wagt die hoffentlich letzte Rutschpartie

von Björn Alexander und Patrick Panke

Bevor in der nächsten Woche wohl mal der Sommer anklopft, gilt es jetzt noch einmal, auf die letzten Zuckungen des Winters zu blicken. Denn zum Wochenende wird es in einigen Landesteilen wieder weiß. Hier die taufrischen Trends der Wettercomputer.

Oben im Video: Sturmgefahr mit Schnee und Frost

Die Ausgangslage mit warmer Luft im Süden und Polarluft im Norden

Heute schaut für uns RTL-Meteorologe Patrick Panke auf die Berechnungen der Wettercomputer und fasst die Lage zusammen: „Aktuell können wir davon ausgehen, dass am Freitag mit einem Tief über Frankreich im gesamten Süden Dauerregen aufzieht, der nachmittags auch die Mitte Deutschlands überquert.”

Dabei stehen sich laut Panke warme Luft im Süden und Polarluft im Norden gegenüber. Eine Lage, die neben reichlich Regen und Sturm auch Schnee im Gepäck haben dürfte.

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Wie entwickelt sich die Situation in Bezug auf den Schnee

Mit diesem durchaus intensiven Luftmassengemisch beschreibt der Wetterexperte die Weiterentwicklung wie folgt: „In Lagen ab etwas 500 Metern fängt es zum Freitagabend hin an zu schneien. Betroffen werden vermutlich die gesamten zentralen Mittelgebirge sein. Also von der Eifel und eventuell auch dem Sauerland, über die Rhön bis hin ins Erzgebirge - selbst im Flachland sind mal ein paar nasse Flocken nicht ausgeschlossen, bevor die Schneefälle in der Nacht zum Samstag schnell nachlassen.”

Mit welchen Neuschneemengen müssen wir rechnen?

Die Vorhersagen der Schneehöhen in Deutschland am Samstagmorgen.
Es wird noch einmal weiß - für die meisten von uns wohl kein Genuss

Trotz des rasches Endes der Schneeschauer sieht Panke etliche Zentimeter zusammenkommen: „Ab etwa 500 Metern Höhe sind durchaus bis zu 15 Zentimeter Schnee in den östlichen Mittelgebirgen denkbar. In den westlichen Mittelgebirgen werden es wohl eher um die 5 Zentimeter.” Dennoch kann es aber auch damit glatt werden und die Winterdienste dürften bei Werten um den Gefrierpunkt mal wieder im Einsatz sein.

Berge im Süden mit mehr Schnee und schweren Sturmböen

„In der Nacht zum Samstag gehen die Niederschläge im Bereich Schwarzwald, Schwäbische Alb und am Alpenrand ebenfalls mehr und mehr in Schnee über”, beschreibt Panke und fährt fort: „Im Süden und insbesondere Richtung Alpen sind auch größere Neuschneemengen drin. Zudem drohen Gewitter und selbst schwere Sturmböen sind nicht auszuschließen.”

Ein intensiver Wettermix also, der aber eingefleischten Schneefans wohl weniger funkelnde Augen bescheren dürfte - zumindest verglichen mit dem Wintereinbruch zum Monatsanfang meint Panke: „Für richtiges Winterfeeling wie noch letztes Wochenende, wo selbst in Köln die Flocken tanzten, reicht es aber nicht. Dafür ist die anstehende Luftmasse gute 4 Grad zu warm. Im Hochwinter wäre diese Wetterlage aber ein Traum für alle Schneefans. Schade, dass der Kernwinter so etwas kaum noch zu Stande bringt.”

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Polarwirbel - der Gigant des Winters in der Vorhersage

In der Prognose wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler.

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(bal)