IDA öffnet Kaltluft-Rutsche

Winter will es wissen - bis zu 50 Zentimeter Neuschnee und Verwehungen

von Björn Alexander und Amelie von Kruedener

Endlich bringt der Winter mal wieder Spannung ins Wetterroulette. Skandinavientief IDA öffnet am Donnerstag das Tor für kalte Polarluft, was wiederum die Schneefallgrenze sinken lässt. Weiße Überraschungen bis ganz runter sind möglich. Auf den Bergen sind sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee drin.

Winter-Wetter-Check aktuell

So viel Schnee liegt aktuell in unserem Land.
Schneebedeckung in Deutschland

Bevor es mit dem Neuschnee losgeht, hier noch der Blick auf ein paar aktuelle Schneehöhen:

  • Eifel bis zu 10 Zentimeter
  • Hochsauerland 20 Zentimeter
  • Alpenrand etwa 25 Zentimeter
  • Bayrischer Wald 20 bis 45 Zentimeter
  • Schwarzwald zwischen 30 und 70 Zentimeter

Wie entwickelt sich unsere Wetterlage jetzt weiter?

RTL-Meteorologe Björn Alexander mit dem Blich auf die Karten: „Nach der stürmischen Tiefdruckkombi aus den Tiefs GERHILD und HANNELORE, die im Norden Europas für heftiges Winterwetter gesorgt haben und auch in Deutschland Schnee und Sturm gebracht haben, schaltet Hoch DIETER zunächst einen Gang runter.” Gleichzeitig verweist Alexander aber auch auf das nächste Tief, das erneut über Skandinavien zieht. Es handele sich hierbei um Tief IDA, mit dem „die Kaltluft-Rutsche aus Norden bis runter nach Deutschland” geöffnet werde.

Lese-Tipp: So wird das Wetter in der kommenden Woche

Was bedeutet das für unser Wetter?

Björn Alexander: „In der Nacht zu Donnerstag breitet sich die Kaltfront von IDA von Norden südwärts aus. Zuerst noch häufiger mit Regen, der später auch bis ins Flachland in Schneeregen oder Schnee übergehen kann.” Besonders im Bergland sei erneut Glätte möglich. Doch auch in den Niederungen schließt der Meteorologe Glätte nicht aus. Zumal auch am Donnerstag tagsüber weitere Schneeregen- und Schneeschauer niedergehen. So beschreibt der Meteorologe den Donnerstag wie folgt: „Es wird verbreitet nasskalt und sehr windig bis stürmisch mit Schnee und Graupel bis ganz runter.” Den Glätteschwerpunkt sieht Alexander aber definitiv im Bergland, wo das Winterwetter mit Schnee durch den stürmischen Wind auch mit Schneeverwehungen einhergehen könne.

Schneelandschaft in Thüringen
So, wie es hier am Rennsteig in Thüringen aussieht, könnte für einige Regionen am Donnerstag Wirklichkeit werden.

Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee

Bei der Frage nach den größten Schneemengen blickt der Wetterexperte in Richtung Alpenrand: „Im Süden sind insgesamt oft zwischen 15 und 50 Zentimeter Neuschnee drin. Und auch die Mittelgebirge können sich auf einen nachhaltigeren Schneenachschlag einstellen.” Im Flachland melde sich insbesondere im Nordwesten rasch mildere Luft an. Somit gilt es dort wohl für alle Winterfreunde die Daumen zu drücken und dann die kurze Option auf einen kleinen Schneemann auszunutzen.

Winter oder nicht - Polarwirbel in der Vorhersage

Auf der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbelsplit teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.

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(bal/avo)