Plötzlicher Wintereinbruch? Sachsen von heftigen Hagelunwettern überrascht

Und plötzlich ist Winter - das dachten wahrscheinlich viele Sachsen am Mittwochabend. Denn in der schwül-warmen Luft hatten sich teils heftige Gewitter gebildet. Dabei prasselten zum Beispiel in Oberschöna zwischen Chemnitz und Dresden bis zu 5 Zentimeter große Hagelkörner vom Himmel. Danach hieß es zwar nicht Schneeschippen, aber es sah fast so aus.

Neues Problem: Lang anhaltende Niederschläge

Am Donnerstag gelten für Teile Baden-Württembergs und Bayern Unwetterwarnungen. Aber aus anderem Grund: Starkregen kann hier zu Problemen führen. In der vergangenen 12 Stunden fielen in Bayern und im östlichen Baden-Württemberg teilweise schon mehr als 50 Liter auf den Quadratmeter. In Nabburg in der Oberpfalz waren es 78,2 l/qm! Vereinzelt kommt es bereits zu kleinräumigen Überschwemmungen.

Nachdem die Gewitter und Platzregen in den vergangenen zwei Tagen nämlich schön brav mit der Höhenströmung gezogen sind, und so zwar punktuell große Regenmengen und Hagel brachten, aber sich nie länger an einem Ort aufhielten, wird die schwülwarme Mittelmeerluft jetzt von einem kleinen Tief über Ostbayern und Tschechien "eingefangen". Ergiebige, lang anhaltenden Niederschläge sind das Ergebnis. 35 bis 50 Liter sind möglich, ein Erreichen der Unwetterschwelle gilt also auch weiterhin als wahrscheinlich.

Die Unwetterlage für die kommenden Tage

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