Plötzlich Winter: Erneuter Arctic Outbreak in den USA

Vom Frühling in den Winter

Ein erneuter Arctic Outbreak beschert den USA in diesen Tagen einen massiven Wintereinbruch. Bis Ende Februar wird dieser Winter dort noch anhalten und große Teile der USA mit Schnee bedecken. Es ist bereits der zweite Wintereinbruch in diesem Jahr.

Der Arctic Outbreak startete am Dienstag mit einem deutlichen Kälteschub, der aus Kanada über die Vereinigten Staaten hereinbrach. Bis zum Mittwoch wird der Wintereinbruch sich über die Great Plains im Osten der Rocky Mountains nach Süden hin ausbreiten. Die Temperaturen sinken auf bis zu minus 17 Grad.

Am Donnerstag zieht die Kaltfront dann weiter Richtung Osten. Die Ostküste, die momentan noch frühlingshafte 10 bis 15 Grad hat, erlebt dann einen Temperatursturz von teilweise bis zu 25 Grad. Das wird auch noch über das Wochenende anhalten. Die amerikanischen Wetterdienste rechnen mit Schnee, Schneeregen und Frost.

Polarwirbel hält die Kaltluft fern

NEW YORK, NY, USA - JANUARY 27 2015 - A pedestrian pass a street in the Financial District, early Tuesday morning on January 27, 2015. In New York City, the blizzard did not amount to what was originally predicted. Photo: Andrew Renneisen/dpa
Einen Arctic Outbreak gab es schon einmal im Januar dieses Jahres. © picture alliance / dpa, Andrew Renneisen

RTL-Meteorologe Björn Alexander hat auch eine Erklärung für den erneuten plötzlichen Wintereinbruch in den USA: „Nicht nur bei uns zeigte sich der Winter in den letzten Monaten sehr zurückhaltend. Nur relativ selten gab es in den USA die sogenannten Arctic Outbreaks, bei denen die Luft aus polaren Breiten südwärts strömt. Grund ist der Polarwirbel, der meistens sehr kompakt war. Damit blieb die extrem kalte Luft in nördlichen Breiten und brachte beispielsweise auf Grönland neue Negativrekorde, während es über weiten Teilen Europas, Nordamerikas oder Russlands kaum nennenswerte und vor allem nachhaltige Kaltluftvorstöße gab.“ 

Mehr dazu, wie der Polarwirbel den Winter verhindert.