Hundekot verrottet, Plastik nicht!

Plastik-Müll: Gibt es Alternativen zum herkömmlichen Hundekotbeutel?

Ein Mann greift mit einem Beutel nach Hundekot
Gibt es Alternativen zum Hundekotbeutel aus Plastik? Foto: Christoph Schmidt/Archiv © deutsche presse agentur

Hundekot mit Plastik umwickelt - nicht gerade umweltfreundlich

Zugegeben: So ein großer Haufen eines Hundes mitten auf dem Gehweg ist wirklich nicht so toll. Gut, dass es mittlerweile Hundekotbeutel gibt, mit denen die Besitzer diese schnell beseitigen können und sogar müssen. In vielen Städten gibt es eine Pflicht für Hundehalter, die Hinterlassenschaften ihres Hunds wegzuräumen. Doch umweltfreundlich ist es nicht, wenn der Kot mit Plastik umwickelt wird. Aber was sind die Alternativen?

Hundekotbeutel aus anderem Material sind kaum besser

Als Hundebesitzer hat man es nicht einfach. Entweder es wird durch die Hundekotbeutel unnötig viel Müll produziert oder der Kot muss an Ort und Stelle liegen bleiben. Was die anderen Mitmenschen wahrscheinlich stören wird und dem Hundehalter eventuell ein Bußgeld einbringt. Besonders ärgerlich ist es für die Umwelt, wenn es einige der gefüllten Beutel nicht bis zum nächsten Mülleimer schaffen. Sie werden von den Herrchen und Frauchen einfach in der Natur entsorgt. Die Plastiktüten sind jedoch nicht biologisch abbaubar. Sie zersetzen sich nur langsam durch äußere Einflüsse und bescheren der Umwelt gefährliches Mikroplastik.

Mittlerweile haben viele Unternehmen das Potenzial der Kotbeutel für sich entdeckt. Es gibt einige Plastikbeutel, die als „bio“ deklariert sind. Diese bestehen zwar aus nachwachsenden Rohstoffen, sind aber nicht immer biologisch abbaubar. Andersherum gibt es sie auch: Biologisch-abbaubare Tüten, die aber nicht aus nachwachsenden Rohstoffen sind. Neben diesen Plastiktüten gibt es Alternativen aus Papier. Diese unterscheiden sich jedoch bei der Müllverwertung kaum von den herkömmlichen Plastiktüten oder den biologischen Tüten, da alle Produkte in die graue Tonne müssen. Die Varianten aus Papier und Pappe sind jedoch besser biologisch abbaubar als Plastik. Nachhaltig sind sie zudem, wenn sie schon aus recyceltem Papier hergestellt werden. Gleiches gilt für die Plastikbeutel. Wenn schon Plastik, dann besser die Beutel aus recyceltem Material nehmen.

Kotschaufel und Blätter als plastikfreie Alternative

Eine Möglichkeit ohne Hundekotbeutel und somit ohne zusätzlichen Plastikmüll auszukommen, sind Hundekotschaufeln*. Diese gibt es mit Greifer und Teleskopstab. Ein Manko ist jedoch, dass die Hinterlassenschaften im Greifer oder auf der Schaufel bis zum nächsten Mülleimer transportiert werden müssen. Zudem kann die Schaufel bei einer Gassirunde auch nicht gesäubert werden.

Alternativ kann ein Hundebesitzer eine Art Kotbeutel aus herumliegendem Müll oder aus großen Blättern machen. Dazu einfach beim Gassigehen nach passendem Material Ausschau halten. So verschwinden noch etwas Müll aus der Umwelt und es musste kein zusätzlicher Plastikbeutel verwendet werden.

Hundekot immer im Restmüll entsorgen!

Auch wenn der Kot ohne Plastikmüll entsorgt wird, darf er nicht auf den Kompost oder in die Biotonne! Die Hinterlassenschaften können Parasiten und Krankheitserreger wie Bakterien und Würmer enthalten. Durch die Kompostierung können diese wieder in Nahrungskette gelangen. Das wäre gefährlich für Menschen und Tiere. Hundekot gehört immer in die Restmülltonne.

PDR

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