Pinienwald bei Bordeaux verbrannt - Ausnahmezustand in Kroatien

Pinienwald bei Bordeaux vernichtet

Ein Großbrand hat in weniger als 24 Stunden mehr als 350 Hektar Pinienwald in Südwestfrankreich verwüstet. Nach Angaben der Präfektur kämpften am Samstag 300 Feuerwehrleute westlich von Bordeaux gegen die Flammen, auch sechs Löschflugzeuge waren im Einsatz. Vorsorglich wurden 120 Wohnhäuser evakuiert - bislang sei aber kein Gebäude in Flammen aufgegangen, teilte das Innenministerium mit.

Feuer in Frankreich
350 Hektar Pinienwald brennen bei Bordeaux. © dpa, Caroline Blumberg

Der Brand sei stabilisiert, aber noch nicht gelöscht, sagte Präfekt Pierre Dartout. Das Feuer war Freitag ausgebrochen, die Ursache ist unklar. Die Feuerwehr ging davon aus, dass es mehrere Tage dauern würde, um alle Brandherde zu ersticken.

Auch in Kroatien brennt es. Nach tagelangen Waldbränden soll am Montag über Teile der Halbinsel Peljesac und der Insel Korcula der Ausnahmezustand ausgerufen werden. Das berichteten Medien in Zagreb übereinstimmend unter Berufung auf den örtlichen Behördenchef. Damit werden die Voraussetzungen für schnellere staatliche Aufbauhilfen geschaffen. Die Behörden erhalten Sondervollmachten und können die Bürger zu Sanierungsarbeiten verpflichten.

Zwar seien die Feuer auf einer Länge von 30 Kilometern inzwischen unter Kontrolle, doch seien 3.500 Hektar Wald - darunter international bekannte Weingärten - verbrannt. Auf der Halbinsel Istrien in der nördlichen Adria seien zusätzlich 500 Hektar Wald dem Feuer zum Opfer gefallen. Peljesac und Istrien sind auch bei Deutschen beliebte Urlaubsgebiete.