Nach gefaktem Hermès-Gewinnspiel

Mit dieser WhatsApp-Funktion erkennen Sie Phishing-Nachrichten

Das Logo des Instant-Messaging-Dienstes WhatsApp mit 64 ungelesenen Nachrichten wird auf einem Smartphone angezeigt.
Der Messaging-Dienst WhatsApp ist in der letzten Zeit immer mal wieder negativ aufgefallen. © imago images/photothek, Thomas Trutschel/photothek.de via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wie sicher ist WhatsApp eigentlich noch?

Nachdem vor kurzem sechsstellige Zahlencodes von Betrügern im Umlauf waren und regelmäßig ominöse Kettenbriefe umhergeistern, kommt jetzt der nächste WhatsApp-Aufreger: Das Portal „Netzwelt“ berichtet, dass aktuell eine angebliche Jubiläumsaktion des Luxus-Designerlabels Hermès beim Messaging-Dienst zirkuliert, bei der alle Teilnehmenden eine Handtasche gewinnen können. Das Problem: Der Link, der per WhatsApp-Message verschickt wird, führt auf eine gefälschte Website. Dort sollen Nutzer ihre Zahlungsinformationen mitteilen.

Wie können Sie solche Phishing-Nachrichten, bei denen Betrüger auf Ihre Daten aus sind, erkennen?

Das hat sich der Messaging-Dienst ausgedacht

Zum wiederholten Mal missbrauchen Betrüger den beliebten Messenger-Dienst WhatsApp für kriminelle Zwecke. Dieses Mal versuchen sie es allerdings mit einer neuen Masche: Anhand eines Fake-Gewinnspiels, das als Nachricht häufig weitergeleitet und so verbreitet wird, wollen die Kriminellen die Daten der Nutzer abfangen.

Doch der Kurznachrichtendienst hat sich etwas einfallen lassen, um die User vor den Phishing-Nachrichten zu warnen: Bei häufig weitergeleiteten Nachrichten soll man als Nutzer künftig anhand der zwei Pfeile über der Nachricht erkennen können, dass eben genau diese Nachricht schon sehr oft weitergeleitet wurde. Sprich: Es kann sich um einen Kettenbrief handeln, von dem eine mögliche Gefahr ausgehen kann. Der Unterschied: Wenn Sie etwa ein lustiges Bild von einem Familienmitglied zugesandt bekommen, wo Sie vermutlich eine der einzigen Personen sind, die das Bild erhält, sehen Sie üblicherweise nur einen einzigen Pfeil über der verschickten Nachricht.

Aber wann gilt eine Nachricht als „häufig“ weitergeleitet? Der Fachblog „WABetaInfo“, der regelmäßig Updates über WhatsApp auf Twitter veröffentlicht, meint, dass etwa fünf Kontakte unter die Kategorie „häufig“ fallen. Zum Schutz der Nutzer hat der Kurznachrichtendienst dieses Limit nun weiter gesenkt. Ursprünglich griff die Aktion mit dem doppelten Pfeil nämlich erst dann, wenn Nachrichten 20 Mal weitergeleitet wurden.

Lese-Tipp: Wichtige WhatsApp-Funktion über Nacht geändert - ist da was dran?

Vorsicht bei mysteriösen WhatsApp-Nachrichten

Bekommen Sie also eine Nachricht auf WhatsApp, in der es um ein Gewinnspiel geht oder in der Sie aufgefordert werden, Codes oder Daten weiterzugeben? Dann heißt es Obacht! Schnell landen Sie so nämlich auf kurios erscheinenden Fake-Webseiten. Bevor sensible Daten geteilt werden, lohnt eine ausgiebige Recherche im Netz so gut wie immer, sollten Sie sich wirklich unsicher sein. (vdü)