Tausende Menschen sitzen in Notunterkünften fest

Philippinen: Taifun an Weihnachten

An Weihnachten hat Taifun „Phanfone“ die Philippinen getroffen. Mindestens siebzehn Menschen sind ums Leben gekommen.

Der riesige Inselstaat mit mehr als 100 Millionen Einwohnern ist das einzige Land in Südostasien mit einer mehrheitlich christlichen Bevölkerung. Weihnachten wird dort normalerweise groß gefeiert. Diesmal saßen Tausende Menschen in Notunterkünften fest.

A woman is seen near storm debris in Biliran, Philippines December 26, 2019. in this picture obtained from social media. VERMALYN MALOLOY-ON NAVARRETE via REUTERS THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT. NO RESALES. NO ARCHIVE
Schäden von dem Taifun in Biliran (Philippinen) © via REUTERS, VERMALYN MALOLOY-ON NAVARRETE, JAS

„Sehr zerstörerische Winde und heftige Regenfälle“

Der Taifun „Phanfone“, von den Einheimischen auch „Ursula“ genannt, war am Dienstagnachmittag im Ort Salcedo in der östlichen Provinz Eastern Samar auf Land getroffen. Er bewege sich westwärts, seine Böen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde.

Das Unwetter habe östlich und zentral gelegenen Provinzen „sehr zerstörerische Winde und heftige Regenfälle“ gebracht, teilte die Wetterbehörde des Landes am Mittwoch mit. In einigen Ortschaften ist der Strom ausgefallen, Dutzende Flüge wurden gestrichen. Über mögliche Opfer und das Ausmaß der Schäden war zunächst nichts bekannt. 

Seit Heiligabend mussten mindestens 4.000 Menschen ihre Häuser verlassen, mehr als 23.000 Passagiere saßen in Fährhäfen fest, die wegen zu rauer See geschlossen blieben.

Für die Einwohner der Philippinen ist es der 21. Zyklon in diesem Jahr.