Stärkster Sturm des Jahres auf den Philippinen

Traurige Bilanz: Schon mehr als 200 Tote nach Taifun RAI

Viele Inselbewohner sind nun obdachlos

Es war der schlimmste Sturm des Jahres 2021 auf den immer wieder von Naturkatastrophen heimgesuchten Philippinen. Taifun RAI kostete nach neuen Erkenntnissen mindestens 208 Menschen das Leben, 52 weitere würden noch vermisst, teilte die Polizei mit.

Lese-Tipp: So schlimm wütete 2013 Taifun HAIYAN – ganze Stadt dem Erdboden gleich gemacht

Fast eine halbe Million Menschen in Sicherheit gebracht

Philippinen, Überschwemmungen als Folge von Taifun RAI
Rettungsdienste im Einsatz nach Taifun RAI. Es gab mehr als 200 Tote auf den Philippinen

Laut dem Katastrophenschutz des südostasiatischen Inselstaats mussten zudem mehr als 480.000 Menschen in Evakuierungszentren untergebracht werden. Viele sind bis auf Weiteres obdachlos. RAI war den Behörden zufolge der bisher stärkste Taifun in diesem Jahr auf den Philippinen.

„Wir sind immer noch dabei, den Schaden zu bewerten, aber er ist nach ersten Berichten riesig - ganze Gemeinden sind dem Erdboden gleichgemacht, es gibt keinen Strom, kein Wasser und keine Nahrung“, sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana, der auch den Katastrophenschutz leitet.

129 Tote seien alleine in der zentralen Region Visayas verzeichnet worden, 41 weitere in der südlichen Region Caraga, so die Polizei. Die meisten Opfer wurden von umstürzenden Bäumen oder einstürzenden Häusern erschlagen, andere wurden von Erdrutschen begraben oder von Sturzfluten mitgerissen.

Erinnerungen an verheerenden Sturm HAIYAN

Philippinen, Cebu: Romel Lo-ang holt persönliche Gegenstände aus ihrem durch den Taifun RAI beschädigten Haus.
Nach Taifun auf den Philippinen: Anwohner wie diese Frau suchen nach Überresten ihrer Existenz auf der Insel Cebu.

RAI war am vergangenen Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen und hat eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Zahlreiche Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht, ebenso Felder und Ernten. Der Sturm beschädigte auch mehrere Flughäfen. Einige davon können nach Angaben der Luftfahrtbehörde nur eingeschränkt arbeiten, weil Strom- und Kommunikationsleitungen gestört sind. Am Samstag war der vor Ort ODETTE genannte Tropensturm weitergezogen.

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Einer der schlimmsten Taifune aller Zeiten mit dem Namen HAIYAN hatte im November 2013 mehr als 6.300 Menschen das Leben gekostet.

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(osc)