Philippinen: Hunderttausende fliehen vor Tropensturm

Tropensturm Fung-Wong
Ein Junge bringt sich schwimmend in Sicherheit © REUTERS, ERIK DE CASTRO

Mindestens zehn Tote bei Tropensturm

Stürme, Beben und befürchtete Vulkanausbrüche lassen die Philippinen nicht zur Ruhe kommen. Naturgewalten beuteln den Inselstaat, zerstören Häuser und treiben die Menschen in die Flucht.

Mindestens zehn Menschen sind beim Tropensturm Fung-Wong auf den Philippinen ums Leben gekommen. Die Zahl der Einwohner auf der Flucht lag am Sonntag bei knapp 200.000, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Der Sturm fegte über die Hauptstadt Manila und die nördlichen Provinzen des Inselstaates hinweg und löste schwere Überschwemmungen aus. In Manila wurden Schulen, Behörden und Märkte wegen Hochwassers geschlossen - in einigen Gegenden standen die Fluten bis zu zwei Meter hoch. Ein Großteil der Todesopfer war ertrunken, zwei Menschen wurden von Stromschlägen getötet. Insgesamt waren nach Zivilschutz-Informationen knapp eine halbe Million Menschen von Fung-Wong betroffen. Tausende Passagiere harrten auf Flughäfen und in Seehäfen aus.

Der Tropensturm wurde, nachdem er über die Philippinen hinweggezogen war, zunächst stärker, ließ aber nach Angaben der Wetterbehörde dann etwas nach.

Zeitgleich kämpfte der Inselstaat mit den Schäden einer Erdbebenserie, die den Süden des Landes am Wochenende erschütterte. Die philippinische Vulkan- und Erdbebenwarte berichtete von 20 Beben in der Provinz Nord-Cotabato seit Samstag, darunter das heftigste mit einer Stärke von 5,2.

Den Behörden zufolge wurden mindestens 70 Häuser zerstört und ein Kind verletzt. Solche Beben in Folge werden in der Region als „Schwarm“ bezeichnet und hängen häufig mit Vulkanausbrüchen zusammen. In dem Fall sei die Ursache jedoch tektonischer Natur, teilte die Bebenwarte mit - trotz der Nähe zum Mount Apo, dem höchsten Vulkan des Landes, der als aktiv gilt.