Pfingsten 2014 so heiß wie nie

Rekordwert waren 37,7 Grad in Rheinau

Nun ist es Fakt: Pfingsten 2014 ist das heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Heißeste Region Deutschlands war die

Pfingsten 2014 so heiß wie nie
Eine willkommene Abkühlung auch in Frankfurt am Main bei 30 Grad gefunden. © dpa, Frank Rumpenhorst

Oberrheinische Tiefebene mit dem wärmsten Ort: In Rheinau war es mit 37,7 Grad am heißesten. Dahinter folgte Waghäusel mit 37,3 Grad und Ohlsbach mit 37,1 Grad. Ein weiterer "Hotspot"

lag am Untermain in Kitzingen mit 37.3 Grad.

Damit wurde der bisherige Pfingstrekord aus dem Jahr 1979 übertroffen - damals kletterten die Temperaturen in Deutschland auf bis zu 33,9 Grad. Für die ersten zehn Juni-Tage stand der Rekord bisher bei 35,5 Grad - gemessen am 3.6.1947 in Frankfurt am Main. Auch dieser Wert wurde nun übertroffen.

Auf die Hitze folgten die Blitze, denn die Westhälfte Deutschlands

geriet in den Einflussbereich eines sich von Frankreich her nähernden

Frontensystems. Verbreitet kam es zu Regenschauern und teils heftigen

Gewittern, die mit Starkregen, Hagel und Orkanböen einhergingen. Vor

allem in Nordrhein-Westfalen gab es durch umgestürzte Bäume und

geflutete Keller chaotische Zustände. Sechs Menschenleben waren zu

beklagen.

Etliche Dekadenrekorde geknackt

Eine ganze Reihe von Dekadenrekorden ist am Pfingstwochenende gefallen. Das bedeutet, dass es in den ersten zehn Tagen des Juni noch nie so warm war wie jetzt. In Konstanz, Berlin, Stuttgart, Gera, Saarbrücken, auf dem Feldberg im Schwarzwald, in Oberstdorf und auf dem Brocken - überall fielen die Dekadenrekorde. Auch auf der Zugspitze, wo es 13,8 Grad warm war.

Nachts war es ebenfalls sehr warm, im Westen und Südwesten war die Nacht teilweise sogar tropisch, d.h. die Temperaturen gingen nicht unter 20 Grad zurück.