Perseiden 2015: Weniger als erwartet, aber immer noch viele

Alle fünf Minuten eine Sternschnuppe

Der Sternschnuppenstrom der Perseiden hat in der Nacht zum Donnerstag für ein besonderes Himmelsschauspiel gesorgt. Viele Astronomen und Hobby-Sternengucker sind daher lange wach geblieben. "Wir liegen seit einigen Stunden auf dem Rücken und schauen nach oben", erzählte Rainer Kresken von der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Perseiden 2015 - Jetzt regnet es wieder Sternschnuppen
Alle fünf Minuten eine Sternschnuppe © dpa, Matthias Balk

Leider waren weniger Sternschnuppen als erwartet zu sehen, beobachtete Kresken. Er hatte mit einer Sternschnuppe pro Minute gerechnet. Stattdessen bekamen Beobachter nur etwa alle fünf Minuten eine Sternschnuppe zu sehen, schätzte der Experte.

Ursache für das Phänomen sind Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die auf seiner Flugbahn um die Sonne fliegen. Die Erde kreuzt stets im August dessen Bahn. Die Sternschnuppen sähen nicht anders aus als andere auch. Aber: "Man sieht halt deutlich, dass es ein Strom ist - das heißt, dass die alle von einem Punkt am Himmel kommen", erklärt Kresken das Besondere am Sternschnuppenstrom der Perseiden.

Andreas Hänel, Leiter des Planetariums in Osnabrück, beklagte einige Wolken am Himmel. Die Sternschnuppen, die trotzdem zu sehen waren, seien aber sehr eindrucksvoll gewesen. "Die sausten über den Himmel, es gab einige ganz helle." Den Sternschnuppenstrom der Perseiden könne man noch eine Woche lang beobachten, die Zahl werde aber geringer, erklärte Hänel.

Mancherorts gab es sogar eigens ein Public Viewing für das Himmelsspektakel - etwa in den Rheinauen bei Bonn. Im Laufe des Abends schauten hier laut Veranstalter Sandro Heinemann etwa 1.000 Besucher in den Himmel. "Es haben eigentlich alle eine Sternschnuppe zu Gesicht bekommen", erzählte er.

Das nächste spektakuläre Himmelsschauspiel wird es im Dezember zu sehen geben - den Sternschnuppenstrom der Geminiden. Die werden wahrscheinlich sogar noch intensiver als die Perseiden, sagte Hänel. "Doch wer legt sich im Dezember schon gern raus?"