Perseiden 2014 - jetzt regnet es wieder Sternschnuppen

Bis zu 100 Stück pro Stunde - im August sind die Perseiden am aktivsten

Überlegen Sie sich am besten schon mal ein paar Wünsche! Große Meteoritenschwärme bescheren uns bis Mitte August bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Die Perseiden-Sternschnuppen erreichen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ihr Maximum. Am besten schaut man Experten zufolge zwischen 02:00 Uhr und dem Beginn der Morgendämmerung in dunkler Umgebung in Blickrichtung Osten nach oben.

Die Perseiden im Jahr 2014
Der schönste und reichste Meteorstrom des Jahres beschert uns bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. © dpa, Z1060 Wolfgang Wittchen

Himmelsgucker können die Sternschnuppenschwärme auf der ganzen Welt beobachten. In Deutschland sind die Perseiden in der Zeit vom 17. Juli bis zum 24. August bei klarem Nachthimmel zu sehen.

Leider erreicht genau zu diesem Zeitpunkt der fast volle Mond seine Höchststellung im Süden. Die hellen Meteoriten werden aber dennoch sichtbar sein. Die Feuerkugeln haben nach Angaben der Sternfreunde eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, also 216.000 Kilometern pro Stunde.

Die Perseiden wurden schon vor rund 2.000 Jahren in Ostasien beobachtet

Der Ursprung der Perseiden scheint im namensgebenden Sternbild Perseus zu liegen. Ursache des Phänomens ist der Komet '109P/Swift-Tuttle', der eine lange Spur aus Staub und Körnchen hinter sich herzieht. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde diese jedes Jahr im August. Dann dringen Teilchen davon in die Atmosphäre ein und verglühen dabei als mehr oder weniger helle Meteore. Dabei haben die Feuerkugeln eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, also 216.000 Kilometern pro Stunde. Ein Raumschiff mit dieser Geschwindigkeit wäre binnen knapp zwei Stunden beim Mond. In Ostasien sind die Perseiden bereits vor rund 2.000 Jahren beobachtet worden, wie aus chinesischen, koreanischen und japanischen Aufzeichnungen hervorgeht.

Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch 'Laurentiustränen', weil sie just um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er wurde am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert.