Ostsee: Sturmböen lassen Strände in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein überfluten

Überfluteter Strand in Travemünde
Überfluteter Strand in Travemünde an der Ostsee © imago/Susanne Hübner, imago stock&people

Strandkörbe weggespült, Boote angespült

Mit Sturmböen drückte am Mittwoch und Donnerstag die Ostsee an die Strände Deutschlands. Das Hochwasser an der Ostsee überflutete Strände, Strandkörbe wurden hin und her gespült und Boote wurden aus ihren Verankerungen gerissen und an den Strand gespült.

Sturmflut verursacht Schäden im Nordosten
Sturmflut verursacht Schäden im Nordosten © dpa, Stefan Sauer, sts pzi

Nach heftigen Überflutungen hat an den Stränden der Ostsee das große Aufräumen begonnen. Die Ostsee hatte bei einer steifen Nordost-Brise am Mittwoch und Donnerstag viele Strände überspült und dabei zahlreiche Strandkörbe überschwemmt, Strandkioske beschädigt und Strandgut an den Küste gespült. Strandkorbvermieter, Kioskbetreiber und Mitarbeiter der Bauhöfe begannen am Freitag, die beschädigten Körbe und angespültes Holz vom Strand zu räumen. Auch Seebrücken wurden an der Ostküste Mecklenburg-Vorpommerns durch die hohen Wellen beschädigt. In Binz war die Seebrücke am Freitag geschlossen. Auch in Zinnowitz gab es eine Teilsperrung am Seebrücken-Kopf. Bis Samstag bleibt es noch recht stürmisch an der Ostsee. Dann wird sich das Hochwasser an der Ostseeküste nach und nach wieder zurückziehen.  

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat sogar eine Sturmhochwasserwarnung für die Ostsee herausgegeben. Anders als an der Nordsee, wo die Abhängigkeit von der Mondanziehung größer ist, und somit die Tide für eine weitere Erhöhung des Wasserstandes sorgt, gilt an der Ostsee eine niedrigere Höhe als Maßstab für ein Sturmhochwasser. So spricht man an der Nordsee ab 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser von einer Sturmflut, an der Ostsee ist das schon ab 1 Meter der Fall. 

Auch in Polen wütet der Sturm