Orkantief Xaver: Warnung vor Sturmfluten

Hochwasser im Hamburger Hafen
Warnung vor Sturmfluten © dpa, A3754 Sebastian Widmann

In Hamburg laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes wird Orkantief ‚Xaver‘ in Schleswig-Holstein am stärksten wüten. Am Donnerstagnachmittag müsse an der Nordseeküste mit Böen der Stärke 12 und im Binnenland mit Stärke 11 gerechnet werden. In der Nacht zum Freitag werde es so weitergehen. An der Nordsee sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes extrem starke Böen von mehr als 140 Kilometern in der Stunde möglich.

Außerdem müsse sich der Norden auf eine Reihe von schweren Sturmfluten einstellen. „Es können drei hintereinander sein“, hieß es beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die höchste der Sturmfluten wird nach bisheriger Einschätzung in der Nacht zum Freitag - nach Mitternacht - in Ostfriesland und an der Nordseeinsel Borkum erwartet. Später soll der Scheitel dann die Elbmündung bei Cuxhaven und parallel dazu Nordfriesland erreichen. In Hamburg und Bremen soll die Sturmflut Freitagfrüh ankommen. Die Prognose könne sich aber noch um bis zu sechs Stunden verschieben. Bereits am Donnerstagnachmittag könnte das Hochwasser in Nordfriesland Sturmflutniveau erreichen.

Der Fährbetrieb zur Insel Juist wird wegen der Sturmflut- und Orkanwarnung am Donnerstag und Freitag eingestellt. Auch die Insel Norderney wird nur noch am Donnerstagmorgen angelaufen.

Unterdessen bereitet sich Hamburg auf ‚Xaver‘ vor. Am Donnerstag werden alle U-Bahn-Strecken und Buslinien verstärkt. Außerdem soll mehr Servicepersonal eingesetzt werden. Vier ‚Baumtrupps‘ zur Unterstützung der Einsatzkräfte seien abrufbereit, falls umgestürzte Bäume den Verkehr behindern.