Orkantief "Lolita" mit Sturm und Schnee: Mehrere Tote bei Unwettertag in Deutschland

Das war der Wetter-Ticker: die Wettersturm-Ereignisse vom 28. Januar 2020

Sturmtief Lolita ist mit Sturm, Schnee, Schneeregen, Schauer- und Gewitterwolken über Deutschland gejagt. Es gab insgesamt drei Tote, mehrere Menschen wurden verletzt und einige Sachschäden. Ein Kranführer in Neuenburg im Hochschwarzwald ist von einem an seiner Maschine hängenden Bauteil erschlagen worden. Eine Wanderin in Wadern ist Ihren schweren Verletzungen erlegen. Sie war von einem herabstürzenden Ast getroffen worden. In Hamburg starb ein Autofahrer als er auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geriet. Die stärkste Orkanböe wurde auf dem Feldberg mit 143 km/h gemessen. 

​Auch die Nachbarländer Östereich und Schweiz haben einiges abbekommen. weiter unten können Sie unseren Wetterticker von Dienstag nachlesen.

Hier geht es zu den aktuellen Unwetterwarnungen in Deutschland

Hier geht es zur aktuellen Blitzkarte von Deutschland.

19:55 Uhr: Wo es weiter stürmt

Der Wind lässt in der Nacht zum Mittwoch nach. Im Nordosten können gebietsweise noch steife bis stürmische Böen der Stärke 7 bis 8 auftreten, im höheren Bergland auch Sturm- oder orkanartige Böen. Auch am Mittwoch bleibt’s windig, in exponierten Hochlagen (auf dem Brocken beispielsweise) können schwere Sturmböen dabei sein.

19:42 Uhr: Wie lange schneit es weiter?

Bis in tiefe Lagen geht es in der Nacht mit Schneeregen oder Schnee weiter. Auch wo der Schnee gleich wieder schmilzt, können die Straßen gefährlich glatt werden! Oberhalb von 200 bis 400 Meter kommen 1 bis 5 Zentimeter, in Staulagen der südlichen und östlichen Mittelgebirge bis 10 Zentimeter, im Schwarzwald und an den Alpen bis über 15 Zentimeter Neuschnee in 12 Stunden zusammen. Schade: Das Wintermärchen wird nicht von langer Dauer sein.

19:20 Uhr: In Hamburg schneit's immer noch

18:45 Uhr Schneegestöber im Kleinwalsertal

18:37 Uhr: Dichter Schneefall am Bodensee und im Allgäu

schneefall
schneefall

Aktuell kommt's ordentlich im Süden und Südwesten Deutschlands herunter. Das Niederschlagsartenradar immer im Blick!

17:55 Uhr Schneefall im Sauerland - #wintermeckertweet

17:50 Uhr Schneefall und Glätte in der Pfalz

17:08 40 Wintersportler aus Hahnenkammbahn gerettet

28.01.2020, Österreich, Höfen: Ein umgekippter Baum lehnt an einem Tragseil einer Seilbahn. Der Betrieb der Seilbahn wurde eingestellt, nachdem ein Baum wegen einer Windböe auf das Tragseil gestürzt war. Foto: Zoom.Tirol/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Österreich, Höfen: Ein umgekippter Baum lehnt an einem Tragseil der hahnenkamm-Seilbahn. © dpa, Zoom.Tirol, mtf nwi

Eine kräftige Windböe hat am Dienstagmittag einen Baum auf das Seil der Hahnenkammbahn in Höfen in Tirol geworfen. Rund 40 Wintersportler saßen anschließend in den Gondeln fest. Am Nachmittag konnte die Rettungsaktion abgeschlossen und alle Personen sicher aus den Gondeln gebracht werden.

15:39 Uhr: Kranführer stirbt bei Sturm

Ein Kranführer in Neuenburg im Hochschwarzwald ist von einem an seiner Maschine hängenden Bauteil erschlagen worden. Möglicherweise seien die Windverhältnisse verantwortlich für den Unfall am Dienstag, teilte die Polizei in Freiburg mit. In der Stadt im Breisgau waren am Vormittag auch mehrere Baumkronen abgeknickt. 

15:00 Uhr: erste Schneefälle in Ostfriesland - Schnee zieht weiter nach Bremen und Hamburg

schafe
Weiße Überraschung für die Schafe in Ostfriesland

In Aurich und in Emden gab es nun die Wettermeldung Schneefall! Und dieses Schneefallgebiet zieht jetzt weiter Richtung Bremen und Hamburg. Vorsicht im Berufsverkehr!

Niederlande: Schnee in Groningen

14:00 Uhr: Weitere Orkanböe mit 124 km/h am Königssee in Bayern

Weitere Böen über 100 km/h:

Feldberg/Schwarzwald BW 122 km/h
Brocken ST 111 km/h
Wallberg BY 109 km/h
Hornisgrinde BW 107 km/h
Belchen/Schwarzwald BW 107 km/h
Fichtelberg SN 107 km/h
Zugspitze BY 104 km/h
Nebelhorn BY 102 km/h
Hornisgrinde BW 100 km/h

13:00 Uhr Schneesturm im Erzgebirge

erzgebirge im dichten Schneefall
Auf der B95 bei Oberwiesenthal war es ganz schön haarig für die Autofahrer.

Extremer Schneefall, Sturm mit Stärke 9 im Mittel und mit Spitzen nahe 110 km/h - die Sicht geht gegen Null. In wenigen Minuten war die Landschaft tief winterlich und die Straßen spiegelglatt.
Auf der B95 bei Oberwiesenthal ging teilweise nichts mehr und die Lkw blieben reihenweise liegen. Aber auch Pkw blieben stecken. Der Winterdienst war selbstverständlich im Dauereinsatz, aber in dieser Situation machtlos.

Die Schweiz hat es noch schlimmer getroffen

Saarland: mehrere Verletzte durch herabstürzende Äste

Zwei Frauen sind beim Spaziergang in Wadern im Saarland durch ein herabfallendes Baumstück schwer verletzt worden. Eine 65-Jährige erlitt dabei eine Platzwunde am Kopf und brach sich einen Fuß. Ihre 72-jährige Begleiterin erlitt Trümmerbrüche in beiden Beinen. Sie kamen ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht. Durch das abgestürzte Baumstück wurde außerdem eine Stromleitung abgerissen.

Ein wegen des Sturms herunterfallender Ast hat einen Mann auf einer stillgelegten Mülldeponie bei Saarburg (Kreis Trier-Saarburg) getroffen. Der 35-jährige Arbeiter wurde im Nacken erwischt und stürzte daraufhin einen rund zehn Meter tiefen Abhang hinunter. Er zog sich mehrere, aber keine lebensbedrohlichen Verletzungen zu und kam in ein Krankenhaus.

Polizei in Freiburg und Umgebung hat gut zu tun!

Lindau: Putzstücke stürzen von Kirche auf geparkte Autos

"Lolita" hat in Lindau Putzstücke einer Kirche auf den Marktplatz fallen lassen und dort Autos beschädigt. Menschen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt. Die genaue Schadenshöhe war zunächst unklar.

Orkansturm Lolita breitet sich immer mehr aus

28.01.2020, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Einsatzkräfte räumen einen Baum von einer Straße, der nach stärkerem Wind umgefallen war. (zu dpa:
Heftige Böen ließen etliche Bäume umstürzen, wie hier in Karlsruhe. © dpa, Einsatzreport24, bwe wst

Das Sturmfeld von "Lolita" hat jetzt den gesamten Westen und Süden erfasst. Hier gab es neben Wintergewittern auch Orkanböen bis ins Flachland. Die stärkste Böe wurde auf dem Feldberg mit 143 km/h gemessen. Einige umgestürzte Bäume sorgten vor allem im Schwarzwald für Beeinträchtigungen. Und es wird jetzt immer kälter, so dass die Schneefallgrenze immer tiefer sinkt und auch in mittleren und tiefen Lagen für Glätte sorgen kann. 

Lediglich die Gebiete im Nordosten sind noch nicht betroffen. Aber auch hier wird es im Laufe des Tages jetzt immer stürmischer. Die stärksten Böen werden aber weiterhin auf den Bergen im Süden erwartet. Wie es genau weitergeht, können Sie in unserem Wetterbericht lesen.

13:00 Uhr: Feldberg mit neuer Spitzenböe von 143 km/h

Auch aus Bayern wird jetzt eine Orkanböe von 120 km/h auf dem Wallberg gemeldet. 

12:00 Uhr: Heftige Orkanböe auf dem Feldberg

Im Schwarzwald stümt es immer noch am heftigsten. Mit 137 km/h wurde auf dem Feldberg die Spitzenböe von 139 km/h nur um 2 km/h verpasst.

Orkanböen auch am Bodensee und im Allgäu

Um 11:00 Uhr wurden in Lindau am Bodensee mit 124 km/h und in Scheidegg im Allgäu mit 122 km/h ebenfalls eine Orkanböe gemessen. Eine orkanartige Böe wurde in Würzburg mit 107 km/h gemessen.  

Video: Gewitterblitze zucken wie im Sommer

Sehen , wie aus Regen immer mehr Schnee wird!

Das aktuelle Niederschlagsartradar von wetter.de
Das aktuelle Niederschlagsartradar von wetter.de © RTL Interactive, wetter.de

In unserem Niederschlagsradar könnt Ihr genau erkennen, ob Regen, Schneeregen oder Schnee fällt. Dazu die Prognose für die nächsten 2 Stunden.

10:00 Uhr: Im Schwarzwald besteht Gefahr durch umgestürzte Bäume und Schneekettenpflicht für LKW's

Auf dem Feldberg gab es eine Orkanböe von 139 km/h (neuer Spitzenwert heute). Auch in Belchen gab es eine heftige Orkanböe mit 131 km/h. Auch im Flachland gab es orkanartige Böen mit 106 km/h in Kandern-Gupf oder in Perl-Sinz-Renglischberg mit 104 km/h.

Vorsicht auf der B31A Freiburg, Autobahnzubringer Mitte zwischen Berliner Allee und Freiburg-Stühlinger/Ochsenbrücke Gefahr durch umgestürzte Bäume!

Vorsicht, auf der B500 Hinterzarten - Waldshut-Tiengen zwischen Aha und Schluchsee in beiden Richtungen Gefahr durch umgestürzte Bäume!

Vorsicht im Zollernalbkreis, auf der Straße zwischen Hausen am Tann und Tieringen liegt ein umgestürzter Baum!

Vorsicht auf der B30 Ulm - Biberach zwischen Laupheim und Laupheim-Süd in beiden Richtungen Gefahr durch umgestürzte Bäume!

Auch in Bad Kreuznach fliegt alles weg

Eine Oberleitungsstörung zwischen Saarbrücken Hbf und St Ingbert verzögert den Bahnverkehr.

Mehr Infos zu den Verzögerungen finden Sie hier.

09:33 Uhr: Sturm drückt Sprinter gegen Leitplanke

Starker Wind drückt auf der Autobahn 6 bei Wattenheim im Landkreis Bad Dürkheim einen Sprinter in die Leitplanke. Der Wagen stürzte um und der Fahrer musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Schneesturm mit Blitz und Donner im Schwarzwald

09:00 Uhr: Erste Orkanböen im Flachland

Gerade meldete Freiburg mit 122 km/h die erste Orkanböe im Flachland. In Belchen im Schwarzwald gab es mit 124 km/h die bisher stärkste Böe des Tages.

Polizei in Trier warnt vor widrigen Verkehrsverhältnissen

Auch im Schwarzwald schon Sturm, Schnee und Glätte

Prognose: Sturm im ganzen Land

Die vorhergesagten Windböen für Dienstag, 28.02.2020
Die vorhergesagten Windböen für Dienstag, 28.02.2020 © RTL Interactive, wetter.de

08:30 Uhr: Erste Orkanböen in Deutschland

Es geht los: Auf dem Brocken wurde die ersten Orkanböe mit 120 km/h gemessen. Auch im Westen wird es jetzt immer windiger. Trier meldete mit 76 km/h schon Windstärke 9!

Video: Diese Gefahren drohen heute