Ob Garten, Balkon oder Terrasse – Hochbeete sind echte Allrounder

Hochbeet mit Gemüse bepflanzt
Im Hochbeet wachsen Gemüse und Kräuter stets griffbereit. © Getty Images/iStockphoto, fermate

Ein Hochbeet hat viele Vorteile und liefert fast ganzjährig Erträge

Hochbeete liegen bei Hobbygärtnern voll im Trend. Sie verschönern den Garten und bieten viele praktische Vorteile. Mit einem Hochbeet lässt es sich rückenschonend arbeiten, es bietet optimale Wachstums- und Erntebedingungen, lässt sich fast überall anlegen und eignet sich auch hervorragend zum Gärtnern auf Terrasse oder Balkon.

Hochbeet selber bauen oder kaufen?

Hochbeete kann man im Handel als Bausatz oder Fertigprodukt kaufen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten, aus Holz, Metall, Stein oder Kunststoff und in verschiedenen Höhen. Es lässt sich aber auch aus Holz oder Paletten selber bauen, wenn man über ein wenig handwerkliches und gärtnerisches Geschick verfügt. Die hohen Beete eignen sich nicht nur hervorragend für den Anbau von Gemüse oder Kräutern, sie sind mit Blühpflanzen bestückt auch tolle Eyecatcher im Garten.

Das Hochbeet befüllen: Blumen, Kräuter oder doch lieber Gemüse?

Bepflanzung von Hochbeet mit Gemüse
In Schichten befüllt, bieten Hochbeete hervorragende Wachstumsbedingungen für Gemüse. © picture alliance / Arco Images G, Diez, O.

Ob bodennah, fest installiert, mit Füßen oder mobil durch Rollen - die Art und Größe eines Hochbeets ist zum einen davon abhängig, wie viel Platz im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse vorhanden ist, zum anderen davon, welche Pflanzen darin wachsen sollen. Auch für die Füllung ist dies ein sehr wichtiger Punkt: Sollen Nutz- oder Zierpflanzen gepflanzt werden?

Die Ansprüche der verschiedenen Pflanzen an den Boden sind unterschiedlich. Der Nährstoffbedarf von Gemüse und einigen Kräuterarten ist beispielsweise viel höher als der von Blumen und den meisten mediterranen Kräutern. Ein solches Hochbeet wird anders befüllt als ein Beet für Zierpflanzen.

Gemüse braucht mehrere Schichten für den Ernteerfolg

Für den Anbau von Nutzpflanzen bzw. Gemüse und Kräutern mit hohem Nährstoffbedarf wird das Hochbeet in mehreren Schichten befüllt, bei denen das Material nach oben hin immer feiner wird.

  • Die unterste Schicht besteht aus groben Material wie Äste, Zweige und Strauchabfälle - diese Schicht sorgt für eine gute Durchlüftung
  • Die zweite Schicht mit Grünabfällen wie Laub oder Pflanzenreste befüllen
  • Die dritte Schicht besteht aus Kompost
  • Die oberste Schicht mit hochwertiger Erde auffüllen - diese Schicht sollte jedes Jahr aufgefrischt werden

Nun können Jungpflanzen in das Gemüsebeet gesetzt oder Saatgut eingesät werden. Durch die langsame Verrottung der Grünabfälle entsteht Wärme, die den Pflanzen ideale Wachstumsbedingungen bietet. Gleichzeitig liefern die verschiedenen Schichten besonders viele Nährstoffe. In Kombination mit einer Abdeckung kann dieses Hochbeet auch als Frühbeet genutzt werden.

Blumen im Hochbeet anpflanzen

Nicht nur Gemüse lässt sich im Hochbeet ziehen. Auch Blumen und Gräser fühlen sich hier wohl. So ein hohes Blumenbeet macht nicht viel Arbeit und die komplexe Beschichtung kann entfallen. Hier handelt es sich quasi nur um einen höheren Blumenkasten, der mit humusreicher Blumenerde befüllt wird und dann kann es auch schon ans Bepflanzen gehen.

Hochbeet auf dem Balkon - was ist zu beachten?

Hochbeet mit Gemüse auf dem Balkon
Kräuter & Gemüse lassen sich auch im Hochbeet auf dem Balkon anbauen. © Getty Images/iStockphoto, Sohl

Soll das Hochbeet zum Gärtnern auf dem Balkon genutzt werden, sollte es nicht zu groß und zu schwer sein. Das Gesamtgewicht des Beetes im befüllten und bepflanzten Zustand sollte hier bedacht und die Tragfähigkeit des Balkons gecheckt werden. Ideal sind hier kleinere Hochbeete, die auf den Füßen stehen. Sie fassen weniger Pflanzensubstrat und sind platzsparend. Je nachdem, womit es bepflanzt werden soll, muss es geschichtet – die Schichten müssen hier dünner sein als im normalen Hochbeet – oder nur mit Erde befüllt werden.