Nord- und Ostsee die Quelle der Schauer und Gewitter

So entstehen Schauer- & Gewitterstraßen

In den letzten Wochen hat die Sommersonne die Nord- und Ostsee besonders stark aufwärmen können. Derzeit liegen die Wassertemperaturen im Bereich zwischen 18 und 21 Grad. Zieht dann, wie in den letzten und kommenden Tagen, eine kalte Höhenluft über das warme Wasser, steigen die Temperaturunterschiede zwischen den Luftschichten im Bereich des warmen Wassers stark an.

Die feuchtwarme Luft direkt über dem Wasser 'blubbert' dann umso schneller in die Höhe und verstärkt die Bildung von Wolken und Niederschlägen. Die warme Nordsee 'dopt' die Wolken und fördert so die Bildung starker Regenschauer und Gewitter.

Besonders interessant ist dabei der Unterschied zu Sommergewittern über Land! Letztere fallen nach Sonnenuntergang rasch in sich zusammen, da dann die Sonne die Landfläche nicht mehr erwärmt. Bei 'Warmwassergewitter' bleiben die Temperaturgegensätze auch nachts bestehen, womit die Tageszeit für die Entstehung fast unerheblich ist. Somit können die Niederschläge länger anhalten und auch nachts intensiv sein.

In Schleswig-Holstein kam es im Zuge dieses Effekts in den letzten Tagen zu großen Niederschlagsmengen. Zwischen Nordfriesland und Angeln kam mit rund 60 Litern Regen pro Quadratmeter ein mittlerer Monatsniederschlag zusammen. Und auch in den nächsten Tagen müssen wir an den Küsten und in Schleswig-Holstein weiter mit zum Teil erheblichen Niederschlägen rechnen. Zudem frischt der Wind ab Montag ziemlich auf.

Quelle: Wetterspiegel.de