Kaltfront erreicht iberische Halbinsel mit Unwettern

Noch mehr Unwetter am Mittelmeer: Neue Schwerpunkte sind Italien, Malta, Spanien und Portugal

Ansatz eines Medicane über dem Mittelmeer
Das Tief kringelte sich am Wochenende förmlich über dem westlichen Mittelmeer ein. © RTL, NASA Worldview

11 Meter hohe Wellen bei Menorca

Ein starkes Tiefdruckgebiet im westlichen Mittelmeer brachte schon in den vergangenen Tagen Sturm und Unwetter in der Region. Nicht nur die Inseln Korsika und Sardinien wurden durch das Tief heimgesucht. Die Baleareninsel Menorca war wegen extremer Wellen bis 11 Meter Höhe am Wochenende sogar zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten.

Noch immer sorgt das verantwortliche Tief für Unruhe in Süditalien und rund um die Insel Malta.

Wasserhose auf Malta

Auf Malta konnte ein Augenzeuge gestern sogar eine Wasserhose beobachten, die über das Meer zog und mehrere Schiffe nur knapp verfehlte.

Auch Tornados möglich: Neue Unwetter in Spanien und Portugal

Mit einem neuen Tief vom Atlantik schiebt sich ab Mitte der Woche eine Kaltfront über die iberische Halbinsel und bringt neue Unwetter mit. Neben Sturm wird vor allem starker Regen wieder ein Thema sein. Es muss verbreitet mit heftigen Unwettern gerechnet werden, vor allem in Portugal und im Süden Spaniens. Laut unserem Meteorologen Martin Pscherer sind an der Kaltfront auch vereinzelte Tornados nicht auszuschließen.

Ex Eta-Tropensturm wird zum Wintersturm bei uns

Besonders über Sizilien und Portugal sieht es gefährlich aus
Die Unwetterwarnungen von Estofex am 24.11.2020 © RTL, Estofex

Unwetterlage: Einmal durchs ganze Mittelmeer

Im weiteren Verlauf gelangt diese Front sogar bis nach Marokko. Auch dort kann es verbreitet zu Unwettern und in den Bergen vereinzelt auch zu Schneefällen kommen. Auf Madeira und den Kanaren wird es nur kurze Zeit nach dem Durchzug des Tropensturms Theta erneut stürmisch.

Am Freitag verlagert sich das bestimmende Tiefdruckgebiet weiter von Spanien in Richtung Mittelmeer und setzt erneut einen Schwerpunkt an die spanische Ostküste, die Balearen und Richtung Italien. Am Sonntag erreicht das System dann die Adria mit Kroatien und schließlich sogar die Ägäis und kann dann auch in Griechenland und der Türkei für Unwetter sorgen.