'NOAA'-Temperaturprognose: Wird der Januar 2017 doch kalt?

Und plötzlich ist die Wärme in Januar weg

Die weiße Weihnacht können wir uns ja nun definitiv abschminken. Um aber einen kleinen Ausblick auf den weiteren Verlauf des Winter zu geben, schauen wir wie jede Woche auf die langfristigen Temperaturprognosen der amerikanischen Wetterbehörde 'NOAA' (National Oceanic and Atmospheric Administration). Die 'NOAA' berechnet hierbei die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen groben Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz.

Januar eher etwas zu kühl, als zu warm

Während die Berechnungen in der vergangenen Woche noch einen deutlichen Wärmeüberschuss für den Januar 2017 prognostizierten, hat die 'NOAA' nun eine klare Kehrtwende vollzogen. Nach den neuesten Berechnungen wird der Januar in Mitteleuropa wohl etwas zu kühl bis durchschnittlich ausfallen. Nur der Alpenraum wird weiterhin mit teils positiven Abweichungen berechnet.

Einen deutlichen Wärmeüberschuss könnte es den Prognosen zufolge auch in Nordeuropa geben. Gute zwei Grad über normal berechnet die 'NOAA' für Teile Schwedens und Norwegens.

Ganz anders sieht es für Teile Osteuropas und Russlands aus. Hier ist sehr deutlich der Kälteüberschuss zu erkennen. Die große Kälte, die in den vergangenen Wochen dort herrschte, scheint sich aber zunehmend zurückzuziehen.

Februar weiter voll auf Wärmekurs

NOAA: Februar bleibt zu warm
Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel für Februar 2017

Kaum eine Veränderung zur vergangenen Woche gibt es hingegen bei den Prognosen für den Februar. Mitteleuropa, Osteuropa und Nordeuropa dürften den Berechnungen zufolge einen klaren Wärmeüberschuss erhalten. Gerade Teile Osteuropas, eigentlich für strengere Winter bekannt, könnten bis zu 3 Grad wärmer werden, als im Mittel.

Fazit:

Während die Karten für den Januar immer wieder neu gemischt werden, bestätigt sich für den Februar der deutlich zu warme Trend. Das bedeutet allerdings nicht, dass es nicht auch im Januar sehr milde oder im Februar sehr kalte, frostige Tage geben kann. Die Berechnungen der 'NOAA' geben immer nur die grundsätzliche Tendenz der möglichen Temperaturabweichungen vom klimatologischen Mittel wieder.