NOAA-Temperaturprognose vom 29.05.2017: Juni und Juli sollen nun doch zu warm werden

Was ein paar Tage Hochsommer im Mai so alles bewirken können - z.B. eine im Vergleich zur Vorwoche komplett andere Langfristprognose der Amerikanischen Wetterbehörde NOAA für die Temperaturen in Mitteleuropa. Besonders für den Juni dreht der Trend von durchschnittlich auf bis zu 2 Grad zu warm. Der Juli wird noch 1 Grad zu warm berechnet.

Video: NOAA-Prognose für Deutschland: "Huch!? Der Sommer wird nun doch zu warm?"

Der Juni in Europa: Hotspot Mitteleuropa

Noch vor einer Woche ermittelte die NOAA einen sehr normalen Sommer für ganz Europa. Auf Grundlage der Daten vom 19. bis 28. Mai 2017 sieht die Sache komplett anders und viel differenzierter aus, speziell für den Juni 2017. Die vergangenen heißen Tage haben die Berechnungen ganz schön aufgemischt. Von den Britischen Inseln über Frankreich und Nordspanien In Nord-Süd-Ausdehnung und ostwärts weiter über die Beneluxländer, Deutschland, den Alpenraum, Italien bis zu den Ländern des Balkans alles zu warm! Der Süden und Südwesten Deutschlands gehören sogar zu den Hotspots Europas, wo die berechnete, positive Abweichung bis zu 2 Grad beträgt. Auf der Iberischen Halbinsel, in Skandinavien, Polen und in den Baltischen Staaten sowie ganz im Südosten Europas läuft alles relativ nach Plan auf Durchschnittsniveau.

So wird der Juni 2017 den Berechnungen der NOAA zufolge
Die NOAA berechnet für den Juni für Mitteleuropa überdurchschnittlich hohe Temperaturen.

Der Juli in Europa: Auch zu warm, aber nur etwas

Auch der Juli wird nun wärmer berechnet als noch vor einer Woche – mit ungefähr der gleichen Verteilung der zu warmen Bereiche, alles aber etwas abgemildert. Zu den Britischen Inseln, den Beneluxländern, Deutschland, Frankreich und den Westküsten der Iberischen Halbinsel und Italiens gesellen sich Gebiete in Südskandinavien als zu warm für den Durchschnitts-Juli. Auf Normalkurs befinden sich weiterhin Polen, die Baltischen Staaten, Spanien und Südosteuropa.

NOAA-Prognose für Juli in Europa
Auch zu warm, aber nicht so krass - das ist die NOAA-Prognose für den europäischen Juli.

​Fazit: Der Hochsommer im Mai ist schuld

An dem plötzlichen Anstieg der prognostizierten Temperaturabweichung für Mitteleuropa dürfte die Rekordhitze in den letzten Mai-Tagen nicht ganz unschuldig sein. Da es jetzt aber erstmal wieder etwas kühler wird, warten wir mal ab, ob der Juni tatsächlich einen solchen Aufschwung erlebt.