NOAA-Temperaturprognose vom 06.06.2017: Juli und August werden durchschnittlich warm

Und wieder alles anders. Die Sommermonate Juli und August werden wohl allenfalls durchschnittlich. So berechnet es zumindest die aktuelle Langfristprognose der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration).

Video: NOAA-Prognose für Juli und August vom 06.06.2017: Keine extreme Hitze in Sicht!

Der Juli in Europa: Hotspots sind kaum noch vorhanden

Nachdem vor einer Woche noch ein eher zu warmer Juli berechnet wurde, hat die NOAA ihre Prognosen deutlich zurückgeschraubt. Ein Wärmeüberschuss ist in Mitteleuropa kaum noch zu sehen. Allein Teile Italiens und der kroatischen Adriaküste könnten einen leicht überdurchschnittlichen Juli erleben. Aber auch hier ist der Wärmeüberschuss mit maximal 1 Grad eher moderat. Der Rest Europas befindet sich nach den Berechnungen der NOAA auf absolutem Durchschnittkurs. Insbesondere an den Schwarzmeerküsten von Rumänien, Bulgarien und der Türkei könnte es sogar 1 bis 2 Grad kühler werden, als im Durchschnitt.

Deutliche Temperaturüberschüsse sind nur bei den arabischen Mittemeeranrainern zu erkennen. Allerdings sind die Höchsten Abweichungen nicht an der Küste, sondern im Inland zu sehen.

NOAA-Temperaturprognose für Juli vom 06.06. 2017
NOAA-Temperaturprognose für Juli vom 06.06. 2017

Der August in Europa: Spitzbergen ist der absolute Hotspot

Für den August sieht das Bild ähnlich aus. Allerdings ist nun für den Osteuropäischen Raum eine deutlich unterdurchschnittliche Tendenz zu erkennen. Insbesondere rund um das Schwarze Meer scheint es recht kühl zuzugehen, hier ist ein Wärmedefizit von bis zu 2 Grad zu erkennen.

Eine massive Temperaturabweichung nach oben wird hingegen für Spitzbergen berechnet. Dort könnte es den Berechnungen zufolge bis zu 4 Grad wärmer werden, als im Durchschnitt. Mittel und Westeuropa sind hingegen weiterhin auf klarem Durchschnittskurs.

NOAA-Temperaturprognose für August vom 06.06.2017
NOAA-Temperaturprognose für August vom 06.06.2017

Das berechnet die NOAA

Die NOAA berechnet bei dieser experimentellen Langfristprognose die voraussichtliche Temperaturabweichung zum langjährigen Durchschnitt. Aus diesen Berechnungen lässt sich zwar eine Temperaturtendenz ablesen, aber nicht das Wetter vorhersagen. So kann es trotz kühler Tendenz durchaus auch heiße Tage geben. Außerdem sagt diese Prognose nichts über mögliche Niederschläge aus.