NOAA-Temperaturprognose: Mai wird fast normal - Juni nur noch leicht zu warm

Der April war in seiner ersten Dekade - man mag es kaum glauben - zu warm. Das wird sich aber dank der kühlen Karwoche und der miserablen Ostertage ändern. Laut unseren Langfristprognosen kommt der April bis zu seinem bitteren Ende auch nicht mehr mit netten Temperaturen um die Ecke. Das bringt uns zu der Frage: Und was ist dann mit Mai und Juni? Dazu werfen wir einen Blick auf die Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), die mit Hilfe eines experimentellen Wettermodells den Witterungsverlauf für sechs Monate tendenziell zu erfassen versucht. Hierbei wird jedoch nicht das Wetter, sondern die Temperaturabweichung vom langjährigen Mittel berechnet. Und das geben wir hier wieder, wohlwissend, dass es auch ganz anders kommen kann. Allerdings sind die Tendenzen oft tatsächlich richtig.

Ein offenbar fast normaler Mai deutet sich an

​​Der Mai scheint in Mitteleuropa ziemlich durchschnittlich zu werden. Für Westeuropa inklusive Deutschland gibt es keine signifikante Veränderung, dort sollte der Mai fast normal werden. Wer also im Mai nach Spanien, Frankreich, Großbritannien oder Portugal verreist, den erwarten Durchschnittstemperaturen. Anders sieht es in Osteuropa aus. Da wird es schon zu warm, am ehesten in Russland und im Osten Finnlands, in Karelien. Das ist jetzt aber ohnehin nicht so die Top-Reisedestination und interessiert eher nur die dortigen Rentierzüchter. Norwegen und Schweden dürfen mit einem leichten Temperaturüberschuss rechnen. 

NOAA-Prognose für Mai 2017
NOAA-Prognose für Mai 2017 © RTL Interactive

Der vor einer Woche für Deutschland berechnete Wärmeüberschuss ist weitgehend verschwunden. Selbst auf dem Balkan, in Griechenland, in Italien sowie im gesamten Alpenraum wird der Wonnemonat normal. Das sah letztens noch ganz anders aus. 

Juni nicht mehr viel zu warm

NOAA-Temperaturprognose: Mai wird fast normal - Juni nur noch leicht zu warm
Die Abweichungen für Juni sind nicht mehr so gravierend.

Der Juni ist der erste Sommermonat. Da sind wir natürlich alle ganz gespannt, was der uns für ein Wetterchen bringt. Vor Wochenfrist berechneten die Amerikaner für Mitteleuropa noch recht krasse Abweichungen nach oben. Auch die haben sich ein wenig zurückentwickelt. In Mittel- und Westeuropa wird es laut NOAA bis zu einem Grad wärmer als im langjährigen Schnitt. Große Teile des Mittelmeerraums bleiben durchschnittlich, vor allem die Spanier dürfen sich auf einen normalen ersten Sommermonat Juni einrichten. Für Deutschland liegen die Berechnungen bei einem leichten Wärmeüberschuss von einem halben bis zu einem Grad.

​Fazit: Normaler Mai - leicht zu warmer Juni - insgesamt wenig alarmierend

Von den äußerst hohen Abweichungen der vergangenen Wochen ist nichts mehr zu sehen. Dennoch wird laut NOAA auch der erste Sommermonat Juni wärmer als im Schnitt der letzten Jahre.

Dass der Mai durchschnittlich wird, dafür sprechen jetzt schon ein paar mehr Daten als nur die der amerikanischen Wetterbehörde NOAA. Auch in unserer 28-Tage-Prognose fällt die erste Mai-Dekade deutlich zu niedrig aus. Vielleicht erleben wir ja einfach mal einen stinknormalen Monat.