NOAA-Temperaturprognose: Januar wird wohl ein echter Wintermonat

Das sieht jetzt schon nach einem winterlichen Januar aus

Also Weihnachten war ja mal wieder nix mit Schnee. Außer in den Höhenlagen der östlichen Mittelgebirge und auf einigen künstlich beschneiten Bergen in den Alpen. Aber der Winter - er hockt in den Startlöchern. Zumindest, wenn wir der langfristigen Temperaturprognose der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) glauben. Die NOAA berechnet hierbei die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen groben Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz. Und nicht nur die NOAA geht derzeit von einem kalten Januar aus - auch unsere Wettermodelle sehen die Temperaturen im Sinkflug.

Januar in Mitteleuropa normal, im Osten sogar zu kalt

Der Januar könnte ein echter Wintermonat werden.
Der Januar könnte ein echter Wintermonat werden.

Nach den neuesten Berechnungen wird der Januar in Mitteleuropa wohl etwas zu kühl bis durchschnittlich ausfallen. Das würde bedeuten, dass wir mal einen echten Wintermonat erleben könnten. Wäre ja was. Nur der Alpenraum wird weiterhin mit teils positiven Abweichungen berechnet, aber auch nicht mehr so stark wie noch vergangene Woche und auch wirklich nur noch für einen kleinen Teil der Alpen, die Südschweiz und Südtirol ungefähr.

Einen deutlichen Wärmeüberschuss könnte es den Prognosen zufolge in Nordeuropa geben. Ein Grad über normal berechnet die NOAA für Teile Schwedens und Norwegens, das war vor einer Woche aber auch noch wesentlich wärmer berechnet. Also auch da gilt: Back to normal.

Ganz anders sieht es für Teile Osteuropas und Russlands aus. Hier ist sehr deutlich der Kälteüberschuss zu erkennen. Alle Balkanländer, Griechenland, die Türkei und Rumänien, auch Ungarn und die Slowakei dürfen sich auf einen Bibber-Januar einstellen. Das kontinentale Klima schlägt laut NOAA voll durch.

Februar weiter voll auf Wärmekurs

NOAA Feb 2712
Die Berechnungen der NOAA für den Februar 2017 sind eindeutig zu warm.

Kaum eine Veränderung zur vergangenen Woche gibt es hingegen bei den Prognosen für den Februar. Ganz Europa dürfte den Berechnungen zufolge einen klaren Wärmeüberschuss erhalten. Große Teile Osteuropas, eigentlich für strengere Winter bekannt, könnten bis zu 3 Grad wärmer werden als im Mittel. Doch auch Mitteleuropa und somit der gesamte Alpenraum müssen im Februar mit ein bis zwei Grad über normal rechnen - laut NOAA. Das ist ein Schlag für die Wintersport-Industrie. In den Mittelgebirgen dürfte das das Ende der Hoffnungen auf Wintersport sein.

Die Berechnungen sind natürlich nicht in Stein gemeißelt und es sind eben nur Berechnungen. Aber die Tendenz Richtung zu warme Winter scheint ihre Fortsetzung zu finden.

Fazit:

Die amerikanische Wetterbehörde sieht einen kühlen bis normalen Januar aufziehen. Da der Januar nicht mehr so weit weg ist und unsere Wettermodelle ebenfalls sinkende Temperaturen und winterliches Feeling prognostizieren, dürfen wir auf einen echt winterlichen Januar mit Schnee, Eis und Sonne hoffen.

Für Februar scheint sich der zu warme Trend hingegen zu manifestieren. Die positiven Abweichungen sind teilweise schon eklatant. Da bleibt nur die Hoffnung, dass die Berechnungen sich in den kommenden Wochen normalisieren, sonst wird das im Februar nichts mit Winter in unseren Breiten.