NOAA-Temperatur-Prognose: November und Dezember in Deutschland deutlich zu warm

Um einen kleinen Ausblick auf den möglichen weiteren Verlauf des Herbstes und den Start in den Winter zu geben, schauen wir jede Woche auf die langfristigen Temperaturprognosen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Die NOAA berechnet hierbei die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen groben Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz.

Der November zeigt wieder ganz klare Tendenzen in Richtung ‚zu warm‘

Gab es in der letzten Meldung noch so etwas wie eine Entwarnung der NOAA, sehen die Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde nun, wie schon den größten Teil des Jahres, klar positive Temperatur-Abweichungen. Für den November berechnet die NOAA ein Plus von rund einem Grad in unseren Breitengraden. In der Südhälfte Deutschlands soll es gar bis zu zwei Grad wärmer werden, als normal.

Betroffen ist jedoch der ganze europäische Raum, lediglich die Länder rund um das östliche Mittelmeer scheinen einem stinknormalen November entgegenzusehen. Negative Abweichungen findet man nur rund um das Schwarze Meer.

Winter startet mit Wärme

Dezember: Temperaturprognose NOAA
NOAA-Temperatur-Prognose für den Dezember

Der Herbst-Trend von zu warmen Temperaturen zieht sich auch in den ersten Wintermonat. Im Dezember errechnet die NOAA positive Abweichungen vom klimatologischen Mittel von bis zu zwei Grad für viele Gegenden Europas. Ganz Mittel- und Osteuropa werden zu warm berechnet.

Mit rund einem Grad positiver Temperatur-Abweichungen muss auch die Iberische Halbinsel rechnen. Auf einen normalen Dezember können sich Portugal, die Balearen, Korsika und Sardinien, Süditalien, Griechenland und die Türkei einstellen.

Negative Abweichungen sind so gut wie gar nicht zu erkennen.

Fazit:

Normal ist in Sachen Temperaturen offenbar nichts mehr. Nur wenige Ausnahmen scheinen sich dem Trend der zu warmen Temperaturen zu widersetzen. Insgesamt bleibt der Herbst europaweit zu warm und auch der Winter scheint keine Anstalten zu machen, in der Norm zu bleiben. Klare Verlierer könnten die Wintersportler in den Alpen sein, denn auch dort schlägt die Kurve mit bis zu zwei Grad in die positiven Abweichungen aus.