NOAA-Temperatur-Prognose für den Winter: Klarer Wärmeüberschuss im Dezember und Januar

Um einen kleinen Ausblick auf den möglichen Start in den Winter zu geben, schauen wir jede Woche auf die langfristigen Temperaturprognosen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Die NOAA berechnet hierbei die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen groben Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz.

Dezember ohne Kältevorschuss

Die Prognosen der NOAA zeichnen für den Dezember ein ganz anderes Bild, als wir es uns wünschen und die Berechnung für den November möglicherweise vermuten ließ. Es könnte laut der Prognose ein viel zu warmer erster Wintermonat werden. Und das nicht nur für uns, weite Gegenden Europas leuchten in tiefem Orange und zeigen damit an, dass eine positive Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel von bis zu zwei Grad erwartet wird.

Schon wieder also ein kühlendes Bier, statt eines wärmenden Glühweins auf dem Weihnachtsmarkt? Es sieht ganz so aus.

Januar dreht noch mal an der Temperaturschraube

NOAA im Januar
NOAA-Temperaturentwicklung im Januar

Schaut man in die Prognose der amerikanischen Wetterbehörde, so sieht es auch im ersten Monat des neuen Jahres nach einem klaren Wärmeüberschuss aus. Kaum mehr Flecken auf der Prognosekarte, die mit einem normalen Januar rechnen können. Fast europaweit breitet sich der zu warme Winter aus, dabei kann man klar erkennen, dass die Wärme mit jedem Längengrad in östlicher Richtung zunimmt. In Portugal und Spanien beginnt das Jahr 2017 voraussichtlich ganz normal, also ohne Abweichungen vom klimatologischen Mitttel. Frankreich, Großbritannien, die Beneluxstaaten und der Norwesten Deutschlands sind mit einem Wärmeüberschuss von bis zu einem Grad berechnet. Ein Großteil Mitteleuropa muss laut der NOAA mit einem Grad und ganz Osteuropa mit bis zu drei Grad positiver Temperaturabweichung rechnen.

Fazit:

Die NOAA berechnet für die beiden ersten Wintermonate sehr ähnliche Temperaturentwicklungen. Wenn man die Prognose der amerikanischen Wetterbehörde ansieht, ist der Dezember europaweit ganz klar zu warm. Es gibt kein europäisches Land, das nicht betroffen wäre von den positiven Abweichungen. Der Januar setzt dort an, wo das Jahr 2016 aufgehört hat und lässt den Trend zu einem warmen Winter noch extremer aussehen - je östlicher man kommt, desto wärmer werden die Berechnungen. Was das für die Skisaison 2016/2017 heißen könnte, kann sich jeder lebhaft ausmalen.

Ein diskreter Blick auf die Folgemonate lässt kaum Hoffnung auf eine Normalisierung der Temperaturentwicklung.