NOAA-Temperatur-Prognose: Der Dezember ist erschreckend warm

NOAA November 2016
NOAA November 2016

Um einen kleinen Ausblick auf den möglichen weiteren Verlauf des Herbstes und den Start in den Winter zu geben, schauen wir jede Woche auf die langfristigen Temperaturprognosen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Die NOAA berechnet hierbei die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen groben Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz.

Der November entwickelt sich in Deutschland ganz normal

Die Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde haben sich für den November im Vergleich zur letzten Woche wieder etwas relativiert. In den letzten Prognosen sah die NOAA für ganz Europa, inklusive Deutschland, flächendeckend positive Temperatur-Abweichungen. Nun sind nur noch der äußerste Westen des Kontinents, also Spanien, die nordwestliche Hälfte Frankreichs, Teile von Großbrittanien und der Osten Finnlands, Russland, die Ostukraine und ein großer Teil der Türkei betroffen. Für diese Regionen sehen die amerikanischen Prognosen einen bis zu einem Grad zu warmen November voraus.

Für fast den großen Teil in der Mitte brechnet die US-Wetterbehörde ganz normale November-Temperaturen voraus.

Der Dezember ist erschreckend warm

NOAA Dezember 2016
NOAA Dezember 2016

Zu warme Temperaturen zeigen sich jedoch flächendeckend im ersten Wintermonat. Für den Dezember errechnet die NOAA positive Abweichungen vom klimatologischen Mittel von bis zu zwei Grad für weite Gegenden Europas.

Nur in Portugal und weiten Teolen Spaniens scheinen die Temperaturen beim klimatologischen Mittel zu bleiben. In Deutschland ist der Westen und Nordwesten mit 'nur' einem Grad positver Abweichung fast schon eine Seltenheit. Im Rest des Landes gehen die Berechnungen mit bis zu zwei Grad oberhalb des klimatologischen Mittels noch weiter hinauf.

Negative Abweichungen sind so gut wie gar nicht zu erkennen.

Fazit:

Die amerikanische Wetterbehörde NOAA zeigt uns in ihren Prognosen zur Temperaturentwicklung in Europa einen klaren Trend: Negative Abweichungen vom klimatologischen Mittel gibt es kaum noch, positive Abweichungen. Insgesamt bleibt es zu warm und besonders der Winter scheint keine Anstalten zu machen, in der Norm zu bleiben. Übel sieht es für alle Wintersportfreunde aus. In den Alpen, aber auch im hohen Norden schlägt die Temperatur-Kurve mit bis zu zwei Grad in die positiven Abweichungen aus.