Zu warm und zu trocken

NOAA Langfristvorhersage: Zu heiß oder zu kalt? So wird das Wetter im Sommer 2021

Wie wird das Wetter im Sommer 2021?
Der Sommer 2021 könnte wieder richtig heißes Wetter bringen. © dpa, Jens Büttner, jbu cul

Kühle Tendenz dürfte nicht mehr lange anhalten

Zugegeben: Momentan ist das Wetter eher kühl. Die Tendenz dürfte bald allerdings wieder Richtung zu warm und zu trocken gehen. Die Langfristprognosen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA zeigen genau in diese Richtung. Am 21. Juni startet der Sommer 2021, der nach aktueller Langfristprognose viel Hitze und viel Trockenheit bringen könnte.

Wir betrachten die Vorhersagen für die Monate Juni und Juli:

Prognose für Juni 2021: Europa großflächig zu warm

Temperaturanomalien in der Prognose für den Juni 2021
Die Temperaturabweichungen laut NOAA für den Juni 2021.

Deutschland meist 1 Grad zu warm

Die NOAA-Prognose für Juni zeigt, dass die Temperaturen in Europa großflächig etwa 1 Grad zu warm sind. Teils gibt es sogar noch höhere Abweichungen, zum Beispiel in Spanien.

Der Wärmeüberschuss gilt auch für Deutschland. Nur im Osten gibt es einen Bereich, der nach dieser Prognose gewöhnliche Juni-Temperaturen erreicht.

Prognose für Juli 2021: Noch größerer Wärmeüberschuss

Wie wird das Wetter im Juli 2021?
Die Temperaturabweichungen vom Durchschnitt im Juli 2021 nach NOAA-Prognose.

Keine Region in Deutschland mit gewöhnlichen Temperaturen

Im Juli ist der Wärmeüberschuss laut der aktuellen NOAA-Prognose in Deutschland sogar noch ein bisschen größer: Im Süden und Osten gibt es Flecken, die bis zu 2 Grad zu warm werden könnten. Bereiche mit gewöhnlichen Temperaturen finden sich auf der Prognosekarte für Deutschland überhaupt nicht mehr.

Wenig Regen: Im Sommer 2021 könnte sich die Trockenheit verschärfen

Laut NOAA-Prognose gibt es im Juni 2021 zu wenig Niederschlag.
Zu wenig Niederschlag im Juni 2021: Laut NOAA-Prognose würde der Juni zu trocken werden.

Fazit: Die April-Kälte ist bald vergessen

Falls ihnen der April zu kalt vorkommt – denken Sie daran, dass es bald wärmer wird. Unsere Prognose zeigt, dass im Mai die 25-Grad bereits bald erreicht werden. Die Vorhersage zeigt unterdurchschnittliche Regenmengen für Juni und Juli. Die Trockenheit der vergangenen Jahre dürfte sich demnach fortsetzen. Wenn im Juni also der Sommer beginnt, ist der kalte April schnell vergessen… Dann werden sich allerdings einige Sorgen über Hitze und Trockenheit machen.

Warum gibt es überhaupt Langfristvorhersagen?

Die experimentellen Langfristprognosen haben ihre Berechtigung und auch ihre Grundlage eher in der Energiewirtschaft. Hier ist es wichtig, im Vorfeld längerfristige Trends bei den Temperaturen zu sehen und auf diese zu reagieren. Insofern sind sie durchaus tauglich, um längerfristige Tendenzen darzustellen.

Was man ihnen nicht entnehmen kann, das sind detaillierte Vorhersagen für bestimmte Tage, zum Beispiel, wie das Wetter an Silvester wird. Denn diese Art von Wetterprognosen, die wir aus den täglichen Wetterberichten kennen, ist natürlich für alle meteorologischen Parameter auch nur für einige Tage verlässlich möglich. Je nach Wetterlage sind das maximal drei bis neun Tage.

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