NOAA korrigiert Temperatur-Prognose für den Winter: Im Dezember wird es kalt

Um einen kleinen Ausblick auf den Start in den Winter zu geben, schauen wir wie jede Woche auf die langfristigen Temperaturprognosen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Die NOAA berechnet hierbei die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen groben Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz.

Neue Prognose: Dezember kommt nun schon im richtigen Wintergewand daher

Die Prognose der NOAA für den Dezember
Die NOAA prognostiziert dem Norden und Osten Europas einen sehr kalten Dezember.

Und was sehen wir da? Der Dezember ist in großen Teilen Europas plötzlich blau. Blau, das steht für Kälte. Ganz Osteuropa und Skandinavien müssen sich also auf einen unterdurchschnittlichen Winter einstellen. Lange Zeit sah es so aus, als sollte der Winterstart flächendeckend zu warm werden. Diese Tendenz ist in der neuesten Berechnung der NOAA verschwunden.

Für Deutschland sieht es nach biederem Durchschnitt aus, wie auch für Großbritannien und Benelux. Von Abweichungen des klimatologischen Mittels ist hierzulande nur noch im Alpenraum etwas zu sehen. Das wird natürlich die Skilift-Betreiber und die Ski-Urlauber interessieren, denn womöglich wird es ausgerechnet in der Alpenregion eine Spur wärmer als im Schnitt.

In Italien und rund um den Balkan setzt sich der Trend der letzten Wochen auch fort: Dort sind positive Abweichungen von bis zu einem Grad im Dezember sichtbar. Aber generell gilt zu beachten: Der Dezember wird von Woche zu Woche kälter gerechnet. Vielleicht gibt es in ein paar Wochen einen echten Wintereinbruch.

Januar hierzulande eher zu mild

Die Prognose der NOAA für den Januar
Der Winter geht im Januar durchschnittlich bis überdurchschnittlich warm weiter, sagt die NOAA.

Der Januar hingegen bleibt bei den Amerikanern ziemlich gleich im Vergleich zur Vorwoche. Weiterhin berechnen die Meteorologen auf der anderen Seite des großen Teiches fast europaweit einen zu warmen ersten Monat 2017. Mit 1 bis 2 Grad positiver Abweichungen wird es voraussichtlich keinen harten Winter geben - zumindest in Süd-, Mittel- und den südlicheren Teilen Osteuropas. In Skandinavien normalisiert sich die Lage nach einem zu kalten Dezember wieder und der Januar scheint völlig normal zu werden. Wer es "warm" haben will, der kann nach Spitzbergen fahren, denn dort bleiben die Berechnungen tiefrot, das heißt, da sind Temperaturen von drei Grad über dem Mittel zu erwarten.

Fazit:

Die NOAA korrigiert ihre Dezemberprognose noch einmal ein wenig nach unten. Während es in den letzten Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde teils extreme positive Abweichungen gab, hat sich das Bild nun für fast ganz Europa gewandelt. Vor allem der Norden und der Osten unseres Kontinents müssen sich nun auf Dezemberkälte einstellen. Bei uns könnte es schon vor Weihnachten kalt werden. Fakt ist, der Winter 2016/17 steht in den Startlöchern. Die Voraussetzungen für einen Wintereinbruch sind nicht schlecht. Das sieht nun auch die NOAA aus den USA so.