Nikolaus, Nikolaus darf dieses Jahr nicht in unser Haus ...

So bringt der Nikolaus die Kinderaugen 2020 zum Strahlen

01.12.2019, Nordrhein-Westfalen, Krefeld: Der Nikolaus begrüßt die wartenden Kinder. Der Sinterklaas (Nikolaus) aus Venlo kommt mit mehreren «Zwarten Piets» (Schwarze Peter) im Gefolge am Steiger in Krefeld mit dem Boot an. Traditionell verteilen die
Auch die Arbeit des Nikolaus ist von der Corona-Pandemie betroffen. © dpa, Fabian Strauch, fst

In Innsbruck gibt's den virtuellen Nikolaus

Dieses Jahr ist alles anders, auch für den Nikolaus. An seinem Ehrentag am 6. Dezember wird er nicht persönlich zu den Kindern kommen. Die Corona-Kontaktbeschränkungen gelten auch für den heiligen Mann von Myra. Kreative Lösungen müssen her: Städte und Gemeinden in Österreich sind schon ein paar Ideen eingefallen.

Nikolaus steigt auf digitale Alternativen um

„Er wird kommen, aber eben anders“, so die Botschaft von Michael Gstaltmeyr, Pressesprecher der Diözese Innsbruck. Nämlich kontaktlos. Die Gemeinde orientiert sich an der Erzdiözese Salzburg. Auf ihrer Website können sich Familien ab der nächsten Woche die Grußbotschaft anschauen. Der Nikolaus wird den Kindern erklären, warum er nicht persönlich vorbeischauen kann und bringt Geschenke der anderen Art mit: Texte und Bastelanleitungen sollen die Adventszeit verschönern.

Die wesentliche Botschaft steht aber im Vordergrund: „Die Botschaft, dass wir uns gegenseitig helfen und teilen sollen“, sagt der Nikolaus aus Salzburg. „Ich will das nicht überstrapazieren, aber in Zeiten wie diesen ist das sehr aktuell.“ Vielen ist er unter seinem bürgerlichen Namen Wolfgang Hammerschmid-Rücker bekannt. Die Diözese in Innsbruck möchte sich noch eigene Ansätze überlegen. „Wir sind noch dabei, Ideen zu sammeln und einiges zu entwickeln“, sagte Gstaltmeyr.

In Vils winken Kinder dem Nikolaus zu

Nikolaus-Darsteller ziehen am 01.12.2017 zu einem Aussendungs-Gottesdienst in die Pfarrkirche Sankt Martin in Missen (Bayern). Über 30 Nikoläuse aus verschiedenen Ländern trafen sich im Allgäu. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++(c) dpa - Bildfunk++
In Vils wird der Nikolaus durch die Straßen gehen und den Kindern kleine Geschenke vor die Tür legen. © dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh fpt

Eine traditionelle, aber nicht weniger Corona-konforme Idee hat der Nikolaus aus Vils: Um die Kinderaugen zu leuchten zu bringen, wird der Nikolaus durch die Straßen spazieren und kleine Geschenke vor die Türen legen. Die Kinder können ihm vom Fenster aus zuwinken. Achtung: In diesem Fall ist eine Anmeldung erforderlich.

Eines bleibt aber so wie immer: Die Kinder können dem Nikolaus ihre Briefe schicken. Ein bisschen Home-Office macht er nebenher auch noch.