Dreimal Note 6 bei Öko-Test

Nickel und Schimmelpilze: In diesen Haferflocken stecken Schadstoffe

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haferflocken.jpg © Andrii Koval (C)

Haferflocken im Test: "Ungenügend" wegen zu viel Nickel

Haferflocken sind bekömmlich, glänzen durch wertvolle Nährstoffe und Vitamine und sollen so nicht nur zu schönen Nägeln und Haaren beitragen, sondern sogar eine krebsvorbeugende Wirkung haben. Spätestens seit dem Porridge-Trend werden sie als echtes Superfood gehandelt. Doch laut „Öko-Test“ sollten Flocken-Fans aufpassen, zu welchem Produkt sie greifen – denn von den 24, die das Magazin jetzt getestet hat, fallen einige durch eine hohe Schadstoffbelastung auf. Für drei hieß es sogar: Setzen, sechs!

Haferflocken: Gesundes Multitalent

Haferflocken sind echte Multitalente: Sie können den Blutzucker- und Cholesterinspiegel senken, die Darmflora schützen und damit krebsvorbeugend wirken. Noch dazu sorgen die in dem Getreide zahlreich enthaltenen B-Vitamine - vor allem Biotin - für gesunde und schöne Haut, Haare und Nägel. Dazu kommt ein hoher Gehalt an Eisen, Kupfer und Eiweiß.

Als guter Energielieferant machen die Flocken lange satt. Sie passen perfekt zu Kuchen, Pfannkuchen und Müsli und werden dank ihrem leicht süßen Geschmack auch von mäkeligen Kindern geschätzt. 

Die besten Haferflocken im Test

Für zehn Produkte spricht „Öko-Test“ erfreulicherweise eine glatte Empfehlung aus. Die Note „sehr gut“ bekamen unter anderem:

  • Alnatura "Haferflocken extrazart Bioland" (1,61 Euro pro 500 Gramm)
  • Campo Verde "Haferflocken Zartblatt", von Demeter (2,29 Euro pro 500 Gramm)
  • Kölln "Bio Haferflocken Zart" (1,89 Euro pro 500 Gramm)
  • "Crownfield Haferflocken Zart" von Lidl (0,47 Euro pro 500 Gramm) 
  • "Ener Bio Haferflocken Feinblatt" von Rossmann (0,99 Euro pro 500 Gramm)

Drei Haferflocken-Produkte sind "ungenügend"

Sechs der getesteten Haferflocken-Produkte waren allerdings deutlich mit Nickel belastet, ein paar enthalten Schimmelpilzgifte, und es auch mit Mineralölbestandteilen gibt es teilweise Probleme. 

Hafer gehört zu den Pflanzen, die Nickel besonders stark aus dem Boden aufnehmen, wie auch Sojabohnen, Mais und Kakao. Zwei der getesteten Marken sind laut Öko-Test so stark mit dem Metall  belastet, dass ein Erwachsener mit 60 Kilogramm Körpergewicht die derzeit gültige tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag (TDI) schon mit einer 50-Gramm-Portion überschreitet.

Das Metall hat in Tierstudien die Fortpflanzung und Entwicklung von Nachkommen gestört. Nickel ist auch der häufigste Auslöser einer Kontaktallergie. Wer unter einer Nickelallergie leidet, kann theoretisch auch auf hohe Nickelgehalte in der Nahrung reagieren, was glücklicherweise aber wohl nur sehr selten passiert. Ungeachtet dessen haben alle drei genannten Verunreinigungen in dem Getreide nichts zu suchen – für diese drei Produkte gab’s deshalb nur ein „ungenügend“:

  •  "Bio Zentrale Flocken Hafer Zart" der Bio-Zentrale
  •  "Gut & Günstig Haferflocken Extra Zart" von Edeka
  •  "Kornmühle Extra Zarte Haferflocken" von Netto 

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website von „Öko-Test“.